Steinfurt

So., 13.12.2009

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Alle großen Gefühle spürbar

Chormusik vom Feinsten boten der Evangelische Kirchenchor und die Solisten am Samstagabend in der gut besuchten Großen Kirche. Foto: (sh)

Burgsteinfurt - Die „Geistliche Abendmusik“ in der Adventzeit ist immer ein ganz besonderer Höhepunkt. Am Samstagabend bot der Evangelische Chor zusammen mit den Solistinnen Frauke Böckenhoff, Hanna Joost und Christa Mangold ein ganz eindrucksvolles Beispiel gesanglicher Kunst in der sehr gut besuchten Großen Kirche. Das Programm war diesmal ganz dem sakralen Schaffen von Felix...

Von Sabine Hönig

Burgsteinfurt - Die „Geistliche Abendmusik“ in der Adventzeit ist immer ein ganz besonderer Höhepunkt. Am Samstagabend bot der Evangelische Chor zusammen mit den Solistinnen Frauke Böckenhoff, Hanna Joost und Christa Mangold ein ganz eindrucksvolles Beispiel gesanglicher Kunst in der sehr gut besuchten Großen Kirche.

Das Programm war diesmal ganz dem sakralen Schaffen von Felix Mendelssohn-Bartholdy gewidmet, bot in seiner Auswahl einen sehr facettenreichen Einblick in sein vom christlichen Glauben bestimmtes Schaffen. Meist unbekannte Werke des großen Komponisten erklangen in einer sehr niveauvollen Interpretation, boten in ihrer sehr gefühlsbetonten Art einen willkommenen Ort der inneren Sammlung.

In der nur im Kerzenschein beleuchteten Kirche wirkte der Chorgesang noch intensiver, da konnte sich niemand dem Zauber des französischen Weihnachtsliedes „Lasst euren Lobgesang erklingen“ und der drei geistlichen Lieder „Deines Kinds Gebet“, „Herr wir traun auf deine Güte“ und „Lass, o Herr, mich Hilfe“ entziehen.

Mit guter Stimmgruppentrennung, stimmiger Intonation und gutem Klangausgleich mit der Solistin Frauke Böckenhoff gelang eine inspirierende Interpretation der Aria aus dem Oratorium Elias „Sei stille dem Herrn“.

Solistisch konnte Regina Pahle bei dem „Präludium und Fuge G-Dur“ überzeugen, sie spielte mit seinem großen Gespür für dynamische Differenzierungen. Simone Schnaars bestach nicht nur als umsichtige Dirigentin, sie konnte auch rein instrumental bei der „Sonate VI Vater unser im Himmelreich“ ihre Kunst zeigen. Obwohl das „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ schon seit Jahren zum Repertoire des Chores gehört, erklang es an diesem Abend fern jeder Routine in einer lebendigen und allseits ansprechenden Art. „Wie schön leucht uns der Morgenstern“ kennt man, da zeigte sich aber keine Ermüdung, mit ganzem Gefühl sang sich der Chor direkt in die Herzen des begeisterten Publikums. Am Schluss dieses wirklich herausragenden Konzertes erklang noch die „Weihnachtshymne“. Alle großen Gefühle waren hier spürbar, der Chor sang mit einer unheimlichen Inspiration. Wenn man diese Gesangsformation über Jahre betrachtet, so hat sie eine deutliche Steigerung seiner Fähigkeiten erfahren. Das zeigte sich auf deutlich spürbare Weise bei der anschließenden „Weihnachtshymne“. Chormusik vom Feinsten erklang an diesem Abend, verwöhnte die vielen Zuhörer. Solch ein Konzert vergisst man nicht so schnell.


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