Steinfurt

Mi., 10.03.2010

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Bekanntschaft mit einer kalten Hundeschnauze

Anton war Gast im „Haugen Stuoben“ des Borghorster Heimathauses. Im Kreise der Kinder fühlte er sich pudelwohl.
Von Franz-Josef Dwersteg

Borghorst - Anton ist ganz aufgeregt. Auf samtenen Pfoten steht er im Borghorster Heimathaus vor einer Tür mit der Aufschrift „Haugen Stuoben“. Vor gut 50 Jahren tagten in diesem Raum noch Ratsherren. Am Dienstagnachmittag aber hört Anton Kinder, die sich lebhaft über ihn unterhalten. Der Heimatverein hatte den bekannten Zeitungshund der Westfälischen Nachrichten mit Besitzerin Andrea Horstkötter zum Geschichten erzählen eingeladen.

„Ding Dong“ macht die alte Standuhr vor der holzvertäfelten Wand um Punkt 16 Uhr. Endlich darf Anton die vielen Mädchen und Jungen mit weicher Schnauze und flauschigem Schweif persönlich begrüßen. Der Golden Retriever fragt sich, was Frauchen An­drea denn heute aus „Antons Welt“ alles erzählen wird.

Ja, die Bilder im Buch zeigen ihn noch als gerade mal 1,5 Kilogramm leichten Hundewelpen. Heute ist Anton vier Jahre alt und mit 35 Kilogramm Körpergewicht ein Pfundskerl geworden. Seine ersten Spielzeuge, Schaf Rüdiger und Elvis, das Krokodil sind auch nicht mehr so richtig spannend. Als Jagdhund zeigte Anton viel lieber, wie er täglich auf große Hasen(Dummy)Jagd geht.

Die Kinder stellten auch seinem Herrchen Stefan Hertel viele Fragen und erfuhren, dass Anton für Joghurt sogar nachts aufsteht und liebend gerne Leberwurst frisst. Sein Freund Paul, ein sechs Monate alten Labrador, sei bei ihm als einer der weltbesten Schwimmer in die Lehre gegangen. Auch von dem schmerzhaften Malheur mit einer Glasscherbe war die Rede. Die heute wieder heile Pfote wurde von den Kids genauestens begutachtet. Deren Erkenntnis: Flaschen zerdeppern ist ein Unding.

Dass der Allerwerteste bei Anton „Hose“ heißt, und ihn Frauchen Andrea nach einem Hunde-Rundumschnitt kaum wiedererkannte, sind weitere Anekdoten aus seinem Hundeleben.

Beim Leckerli-Geben machten einige der Kleinen das erste Mal die packende Bekanntschaft mit einer feuchten Hundenase. Danach wollte Anton unbedingt mit den Kindern durch das volkstümliche Museum des Heimatvereins stapfen..


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