Steinfurt
Mi., 10.03.2010
Suche nach Alternativen
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Borghorst - Ob die Stadt das Angebot des Marienhospitals annimmt und die Gymnasiasten für eine Übergangszeit zum Mittagessen ins Krankenhaus schicken wird, das ist noch nicht entschieden. Die Mitglieder des Schulausschusses vertagten das Thema gestern Abend erst noch einmal. Auch weil ihnen die im Nutzungsvertrag vom Marienhospital vorgegebene Zahlung eines einmaligen Zuschusses in Höhe von 198 000 Euro (gerechnet auf eine Mietzeit von maximal fünf Jahren) zu teuer ist. Jetzt soll nach preiswerteren Alternativen gesucht werden. Möglich wären beispielsweise Pavillons.
„Wenn wir die 200 000 Euro ins Marienhospital investieren, sind wir in fünf Jahren kein Stück weiter.“ Nur das Geld sei futsch, so Detlef Viefhues (CDU). Er forderte deshalb eine Mensa direkt an der Schule, die bis zum Herbst 2011 fertig sein soll. Um kurzfristig eine Übergangslösung zu finden, sollten sich Schüler, Eltern, Lehrer, Verwaltung und Politiker gemeinsam an einen Tisch setzen.
Dass das Mensa-Problem zurzeit für einige Unruhe am Borghorster Gymnasium sorgt, verschwieg Schulleiter Dr. Volker Gutberlet gestern Abend in einer Sitzungsunterbrechung nicht. Er erinnerte die Steinfurter Politiker an ihr Wort, bis zum Jahr 2013 eine Mensa an der Schule bauen zu wollen. Denn auch aus organisatorischen Gründen sei der tägliche Gang zum Krankenhaus über fünf Jahre nicht zumutbar: „Das würde auf Dauer zeitlich nicht funktionieren.“ Zumal nicht nur die Schulpflegschaftsvorsitzende Sylke Lüers davon ausgeht, dass immer mehr Gymnasiasten das Angebot einer warmen Mittagsmahlzeit annehmen werden: „Für die heutigen Kindergarten- und Grundschulkinder ist das Mensaessen ganz normal.“
Viel Zeit zum Überlegen bleiben Verwaltung und Politik nicht. Wie Baudezernent Reinhard Niewerth berichtete, will das Marienhospital noch in diesem Monat wissen, ob im Souterrain des OP-Traktes eine Mensa fürs Gymnasium eingerichtet werden soll. Bis dahin will der Erste Beigeordnete Dirk Wigant Gespräche mit Firmen führen, die Räume in Fertigbauweise anbieten.
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