18 Gastschüler aus sechs Ländern

So., 15.01.2012

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Tolle Stimmung beim UNESCO-Camp des Graf-Adolf-Gymnasiums / Austauschschüler aus sechs Nationen

18 Gastschüler aus sechs Ländern : Tolle Stimmung beim UNESCO-Camp des Graf-Adolf-Gymnasiums / Austauschschüler aus sechs Nationen

Die Jugendlichen aus aller Welt erlebten ein tolles Wochenende im Rahmen des UNESCO-Camps. Die Organisatoren vom Graf-Adolf-Gymnasium hatten sich eine Menge interessanter Aktivitäten ausgedacht. Foto: Thorsten Hahn

Tecklenburg/Brochterbeck - 

Sie kommen aus Namibia, Argentinien, Brasilien, Chile, Australien und Neuseeland. 18 Austauschsschüler sind derzeit zu Gast am Graf-Adolf-Gymnasium. Die Schule lud erstmals zu einem UNESCO-Wochenende ein.


Ein Hauch der großen weiten Welt war deutlich zu spüren. Zum ersten Mal richtete das Graf-Adolf-Gymnasium als offizielle UNESCO-Projekt-Schule ein internationales Wochenende mit allen Austauschschülerinnen und -schülern aus. „Den UNESCO-Gedanken von Frieden und Völkerverständigung leben und voneinander lernen.“ So beschreibt Organisator Klaus Hefner die Ziele der Veranstaltung.

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Im traditionellen Ambiente des Clausmeyerhofes in Brochterbeck fühlten sich die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sichtlich wohl. Trotz der unterschiedlichen Herkunftsländer verbindet die Jugendlichen an diesem Wochenende eins: Mit viel Mut wollen sie fernab der Heimat die Welt erkunden und das Leben in Deutschland kennen lernen.

Vielfältiger hätte die Gruppe kaum zusammen gesetzt sein können. Aus Namibia, Argentinien, Brasilien, Chile, Australien und Neuseeland weilen zurzeit Gäste in Tecklenburg und Umgebung.

Für gegenseitiges Verständnis warb Klaus Hefner, Englisch- und Sportlehrer am Graf-Adolf-Gymnasium, als er die Gruppe auf Englisch begrüßte. Der interkulturelle Dialog habe einen großen Stellenwert im Leitbild der Schule, so Hefner weiter. Besonders freue ihn die direkte Schulpartnerschaft mit dem Concordia College in der namibianischen Hauptstadt Windhuk, die momentan mit fünf Schülerinnen und Schülern die größte Gruppe stellt.

Lehrer Björn Igelbrink hebt darüber hinaus das UNESCO-Camp als tolle Verknüpfungsmöglichkeit der direkten Schulpartnerschaft mit Namibia und den einzelnen individuellen Austauschprogrammen weltweit hervor. Tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung der zahlreichen Aktivitäten erhielten die beiden Lehrer von Karin Kaufmann, die als Referendarin am Graf-Adolf-Gymnasium arbeitet.

Beim gemeinsamen Abendessen lernten sich die Jugendlichen richtig kennen und stellten ihre Küchenkünste bei Spaghetti und Obstsalat unter Beweis. Am Abend standen dann Referate über die jeweiligen Heimatländer auf dem Programm, wobei Einblicke in das alltägliche Leben sowie auch einige musikalische Einlagen nicht fehlen durften. Nach einer Nachtwanderung rundete das gemütliche Zusammensein am Lagerfeuer den gelungenen Abend ab. Zum Frühstück am Sonntagmorgen hatte sich auch Schulleiter Hans-Raimund Pfohl angekündigt, der mit frischen Brötchen im Gepäck schnell die Sympathien auf seiner Seite hatte.

Die 15-jährige Bee Kahungi vom Concordia College in Windhuk, Namibia, lebt für einen Monat bei Familie Rode in Lengerich. Sie mag die Menschen in Deutschland sehr und ist insbesondere vom Kölner Dom beeindruckt. Auch die gemeinsamen Aktivitäten mit den anderen Gastschülerinnen und Gastschülern genießt sie sehr. Später möchte sie gerne Ingenieurin werden. Ein Studium an einer deutschen Universität ist ihr großer Traum, sagt sie weiter. Am Abend präsentierte sie zusammen mit ihren Freunden aus Windhuk die kulturelle Vielfalt Namibias und zeigte faszinierende Naturaufnahmen ihres Heimatlandes.

Ebenfalls einen Monat in Deutschland verbringt Beatrice Pedrini aus Rio de Janeiro in Brasilien. Die 15-Jährige wohnt bei Familie Starke in Lotte und hebt die herzliche Art der Menschen hier im Tecklenburger Land hervor. In fehlerfreiem Deutsch berichtet sie von der Nachtwächterführung in Osnabrück und den geplanten Ausflügen nach Hamburg und Amsterdam. Für die Schülerin der zehnten Klasse einer deutschen Schule in Rio ist es schon der zweite Besuch in Deutschland. Natürlich zeigte sie den anderen Jugendlichen am Abend Bilder vom berühmten Karneval und den traumhaften Stränden in Brasilien.

Sogar sechs Monate wird Zeb Lovell aus Nelson in Neuseeland in Tecklenburg zur Schule gehen. Mit seinen 18 Jahren hat er schon den Schulabschluss in der Tasche und möchte den Aufenthalt in Deutschland vor einem Studium nutzen, um seinen Horizont zu erweitern und Deutsch zu lernen. Während eines Schüleraustausches in Neuseeland hatte er schon Gastschüler Malte Maßmann kennen gelernt und so war die Einladung zum Aufenthalt bei Familie Maßmann in Ledde nur Formsache. Der begeisterte Basketballspieler geht nach nur ein paar Wochen in Deutschland schon für die U 20-Auswahl des TSV Quakenbrück auf Korbjagd.

Allen Beteiligten wird das UNESCO-Camp sicherlich in guter Erinnerung bleiben. Ein tolles Beispiel für einen gelungenen interkulturellen Dialog zwischen den Ländern dieser Welt.


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