Für ein schönes Zuhause
Do., 26.01.2012
Mit kreativen Ideen und handwerklichem Geschick sorgt Nicole Igelbrink für ein schönes Zuhause
Kleiderbügel als Halter für die Utensilien – selbst in ihrem Atelier setzt Nicole Igelbrink ihre kreativen Ideen um. Derzeit arbeitet sie an einer Pinwand. Zettel und Grußkarten werden an den Bändern befestigt.
Tecklenburg-Leeden -
Nicole Igelbrink hat ein Händchen für Dekorationen und handwerkliches Geschick. Beides steckt in ihrer „Wohntüte“.
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Der Rahmen einer Holzpalette, ein verstaubtes Rehgeweih, ein altes Fenster – die meisten Menschen würden so etwas entsorgen, ohne lange darüber nachzudenken. Lange überlegen muss auch Nicole Igelbrink nicht. Man möchte meinen, dass ihre Kreativität beim Anblick solcher Dinge Purzelbäume schlägt. Sie hat Ideen, erkennt schnell das Potenzial. Aus der Holzpalette wird eine dekorative Pinnwand. Das Rehgeweih prangt in der Mitte eines Bildes und wird zum Blickfang des Zimmers, und aus dem alten Fenster wird ein Hängeschrank für die Terrasse. Keine Frage, die Leedenerin hat ein Händchen für Dekoration.
„Ich möchte aus dem, was in mir steckt, etwas machen“, sagt sie. Diese Idee schlummerte bereits lange in ihr. Jetzt wird daraus eine Geschäftsidee. Bislang hat Nicole Igelbrink ihr Talent für Dekoration und Wohnraumgestaltung auf die eigenen vier Wände und die von Freunden und Bekannten beschränkt. Nun möchte sie sich mit ihrer „Wohntüte“ einen größeren Kundenkreis erobern.
In dem schmucken Fachwerkhaus, in dem die Leedenerin mit ihrem Mann und der achtjährigen Tochter lebt, sind viele Beispiele dafür zu entdecken, was sich aus Gebrauchsgegenständen, aus alten Möbelstücken machen lässt. Üppige Gestecke im Wohnbereich, im Kinderzimmer Regalbretter, die von bunten Bändern gehalten werden, in der Küche ein mit Schleifchen dekorierter Drahtbügel als Halter einer Papierrolle – das gesamte Haus trägt die Handschrift von Nicole Igelbrink. Selbst die Pinsel in ihrem Atelier stehen nicht in einem schlichten Wasserglas, sondern in einer hübschen Kanne. Selbst restaurierte Möbel runden das wohnliche Bild ab.
Schon als Kind sei sie erfinderisch gewesen, erzählt die Leedenerin. Ob es darum ging, eine alte Jeans aufzupeppen oder Möbel für ihre Barbie-Puppe zu bauen – sie machte alles selbst, fand auch als Jugendliche mehr Gefallen an aufgepepptem Trödel als an fertigen Dingen. Ein Beruf, in dem sie mit dekorativen Dingen zu tun hätte, der schwebte ihr als 16-Jährige vor. Doch es kam anders. Die junge Nicole wurde Zahnarzthelferin, war 21 Jahre lang in diesem Beruf tätig. Den hängte sie endgültig an den Nagel, als ihr Chef in Rente ging. Der Start in eine neue Karriere. Ihre Familie, ihre Freunde – alle, die von ihrem kreativen Talent wussten, haben ihr zugeredet, ihr Mut gemacht. Geboren war ihr kleines Ein-Frau-Unternehmen: „Die „Wohntüte“.
In dieser Tüte stecken viele Ideen, die sich nicht auf reine Dekoration beschränken. Da werden aus der Mode gekommene Kleidungsstücke aufgepeppt. Gibt es Unterstützung beim Einkauf von Accessoires oder aber auch bei der Suche danach auf dem Dachboden, wo sich so manches vergessene Utensil verbirgt. Kurzum: ein Service, der das Zuhause schön macht. „Dir geht´s, wie Du lebst“, ist die Devise der Leedenerin. „Und arbeitest“, möchte man hinzufügen, denn auch Büro- und Praxisräume lassen sich oft mit wenig Aufwand so verwandeln, dass sich Kunden und Mitarbeiter wohl fühlen.
„Man muss nicht viel Geld haben“, hält Nicole Igelbrink fest. Kreative Ideen, handwerkliches Geschick, ein Auge fürs Detail und ein Blick für das Umfeld sind aber nötig, um schöne Räume zu schaffen. Das alles steckt in der „Wohntüte“.
| www.die-wohntuete.de