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Mo., 23.01.2012
Neujahrsempfang der IGL: Nahversorgung und Verkehrssicherheit wichtige Themen
Stefan Streit, Ulrike Wortmann-Rotthoff und Jörg Michel (von links) blickten beim Neujahrsempfang optimistisch in die Zukunft.
Tecklenburg-Leeden -
Der Zusammenbruch der Nahversorgung und die Verkehrssituation: zwei Themen, die vorherrschten beim Neujahrsempfang der Interessengemeinschaft.
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Für den Nachwuchs mal eben schnell Windeln kaufen? Mitten beim Backen fehlt etwas Milch? Der Zusammenbruch der Nahversorgung im Stiftsdorf war eines der Themen, die am Sonntag beim Neujahrsempfang der Interessengemeinschaft Leeden (IGL) auf der Diele des Stiftshofes Raum fanden.
„Wir in der Interessengemeinschaft stellen uns regelmäßig die Frage, mit welchen Maßnahmen unser Stiftsdorf attraktiver, liebens- und lebenswerter gestaltet werden kann“, begann der IGL-Vorsitzende Jörg Michel seine Begrüßung. Als zentrale Themen nannte Michel die Nahversorgung und die Verkehrssicherheit.
Erstere bezeichnete er mit Schließung des Lebensmittelmarktes und einer Drogeriemarktfiliale als „dramatisch“. In diesem Zusammenhang sei die in der Lokalpresse angedeutete Möglichkeit der Ansiedlung eines Aldi-Marktes Michels Meinung nach „zu schön, um wahr zu sein“.
Zur Verkehrssicherheit nannte Michel das Anliegen, eine Verkehrsberuhigung auf dem Stift mit Tempo 30 zu erreichen.
Jörg Michel freute sich, dass es der IGL mit außergewöhnlich gut besuchten Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt oder dem Fackelzug gelungen sei, das Dorf „in ein sehr positives Licht zu rücken und etwas für unser Image getan zu haben“. Er wies auf zwei Termine hin: Am 15. April dreht sich beim 8. Frühjahrstreff alles um das Thema Sonne und am 13. Mai folgt die Einweihung eines Bewegungsparks am Dorfteich.
Er übergab ein Geschenk und das Wort an Pastorin Ulrike Wortmann-Rotthoff, weil die IGL im Stiftshof Räume der evangelischen Kirchengemeinde nutzt. Sie lobte die gute Zusammenarbeit und meinte, dass es „die Stärke eines Dorfes ist, wenn Wege kurz sind“.
Bürgermeister Stefan Streit bezeichnete die Kommune „als Basis unserer Demokratie“. Er griff Jörg Michels Themen auf. So seien zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes Gespräche über Grundstücke und einen Investor initiiert.
Bezüglich der Verkehrsberuhigung der Straße L 589 im Stiftsbereich erklärte Streit, „dass eine Tempo-30-Zone nicht auf Landstraßen eingerichtet werden kann“. Doch sei die Errichtung einer Geschwindigkeitsmessanlage zur Beobachtung der Verkehrslage über längere Zeit möglich.
Außerdem verkündete Streit, dass der erste Abschnitt zum Bau eines Radweges an der Lotter Straße in Richtung Sportanlagen mit Grundstücksverhandlungen begonnen sei. Der Antrag einiger Anlieger der Salm-Horstmar- und der Danziger Straße zur Verkehrsberuhigung sei umsetzbar durch einen Mini-Kreisel.
Abschließend überreichte Jörg Michel dem Vorsitzenden des Fördervereins der Stiftsschule, Georg Reitemeyer, Geld zur Einrichtung einer „Leseoase“.
Für die IGL freute Michel sich über eine Spende in Höhe von 500 Euro, die die Deutsche Bank zur Unterstützung der Arbeit mit Kindern übergab.
