Neues Gebäude rückt zurück

Do., 19.01.2012

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Neuer Standort für Druckerhöhungsanlage / WTL will nicht auf dem Kosten sitzen bleiben

Neues Gebäude rückt zurück : Neuer Standort für Druckerhöhungsanlage / WTL will nicht auf dem Kosten sitzen bleiben

Das Fundament für die Druckerhöhungsanlage liegt seit 2010. Die Errichtung des Gebäudes direkt an der Sägemühle hatte nicht nur für Unmut, sondern auch für eine Klage gesorgt. Foto: Ruth Jacobus

Tecklenburg - 

Die neue Druckerhöhungsanlage soll das Bild nicht stören. Sie wird deshalb an anderer Stelle gebaut, als ursprünglich geplant: nämlich im rückwärtigen Bereich des Grundstücks an der Bahnhofstraße.

Von Ruth Jacobus

Das Vorhaben hatte schnell die Denkmalpfleger auf den Plan gerufen: Der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) wollte eine neue Druckerhöhungsanlage bauen. Das Problem: Sie sollte direkt an der Bahnhofstraße entstehen, neben der Sägemühle der ANTL. Das passt nicht, befanden Denkmalschützer mit Blick auf das benachbarte Fachwerkgebäude und – in die andere Richtung – auf Tecklenburg. Nun soll das WTL-Gebäude auf dem gleichen Grundstück hinter oder südlich der bestehenden Druckerhöhungsanlage gebaut werden. „Eine Lösung, mit der alle Beteiligten leben können“, sagt Johann Knipper, Geschäftsführer des WTL. Probleme gibt es trotzdem.

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Der Verband hatte beim Kreis die Baugenehmigung beantragt und auch erhalten. Das Fundament wurde gelegt. Es folgte der Protest der Denkmalschützer. Schließlich klagte die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburger Land gegen den Kreis, weil der die Genehmigung erteilt hatte. Es kam Ende 2010 zum Baustopp – der immer noch wirksam ist.

„Wir versuchen, eine Einigung zu erzielen mit allen Beteiligten“, erläutert Johann Knipper. Und die sieht so aus, dass das neue Gebäude eben deutlich weiter nach hinten gesetzt werden soll. Dem würde auch das Amt für Denkmalpflege zustimmen. „Das ist geklärt.“

Was allerdings noch im Raum steht, sind die Kosten. Rund 50 000 Euro, so der WTL-Geschäftsführer, seien es insgesamt für Planung, Bau des Fundamentes und für den Rückbau. Kosten, auf denen der Verband nicht sitzen bleiben will. Möglich wäre, dass sich die Beteiligten – neben dem WTL auch Stadt und Kreis – den Schaden teilen. Da müssen die Gespräche abgewartet werden.

Zeitdruck hat der Verband nicht, die rund 60 Jahre alte Druckerhöhungsanlage zu ersetzen. „Es kommt nicht auf ein halbes Jahr an“, schildert Knipper. Er sei jedenfalls guten Mutes, dass alles klappt.


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