So., 10.02.2013

Besuch aus Sri Lanka Gäste finden das Niveau „unglaublich“

Gäste aus Sri Lanka: Lasanthi Daskon Attanayake (links), Senarath Attayanake (rechts) und Andreas Aufmkolk (2. von links) lassen sich typische Produkte der LeWe-Textilabteilung wie diese Industriefilter zeigen.

Gäste aus Sri Lanka: Lasanthi Daskon Attanayake (links), Senarath Attayanake (rechts) und Andreas Aufmkolk (2. von links) lassen sich typische Produkte der LeWe-Textilabteilung wie diese Industriefilter zeigen. Foto:

Tecklenburg-Ledde - 

Tecklenburg-Ledde. Aus dem fernen Sri Lanka kamen jetzt interessierte Besucher zu den Ledder Werkstätten.

Senarath Attanayake und Lasanthi Daskon Attanayake waren beeindruckt. So eine Einrichtung wie die Ledder Werkstätten (LeWe) gibt es auf Sri Lanka nicht. Aber die beiden Juristen haben ein Unternehmen gegründet, das etliche Menschen mit Körperbehinderungen in Arbeit bringt.

„Back to Earth“ heißt es und fertigt aus Naturmaterialien rustikale Bleistifte, Untersetzer, Teelichter oder Notizbücher. Ihr Sortiment hatten die beiden auf der „Paperworld“ 2013 in Frankfurt, einer internationalen Messe für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren, präsentiert. Zum zweiten Mal besuchten sie anschließend die befreundete Familie Aufm-kolk in Tecklenburg und erstmals auch die LeWe.

Andreas Aufmkolk, durch seine berufliche Tätigkeit als Tee-Fachmann häufig in Indien unterwegs, unterstützte die tamilischen Gäste als Dolmetscher, während Rudolf Schönrock aus der LeWe-Geschäftsleitung die Betriebsstätte Ledde vorstellte. 500 Menschen mit Behinderungen sind an diesem Standort täglich mit einer Vielzahl von Arbeiten beschäftigt. Dass man so viele verschiedene Niveaus von Arbeiten anbieten kann, fanden die Attanayakes beinahe unglaublich. Senarath Attanayake berichtete, dass es ihnen gerade gelungen sei, Unterstützung durch die Weltgesundheitsorganisation WHO für ein Behindertenprojekt zu bekommen. Sie habe auch ein Konzept auf einer Konferenz in Südafrika vorstellen können, wie man eine Stadt auf Sri Lanka behindertengerechter gestalten könne.

In ihrer Firma funktioniert Inklusion ganz praktisch: Angestellte bringen Rohmaterialien in kleine Behindertenzentren, wo sie die Menschen weiterverarbeiten zu Bleistiften, Kugelschreibern, Kleiderbügeln oder Schreibtisch-Accessoires. Ein Teil der Gewinne von „Back to Earth“ fließt in Hilfsprojekte für Menschen mit Behinderungen. Senarath Attanayake nimmt das soziale Engagement auch deshalb sehr ernst, weil er selbst seit seiner Jugend durch eine Kinderlähmung behindert ist. Insofern hat ihn das breit gefächerte LeWe-Angebot an Arbeiten besonders gefreut, das auch schwerst- und mehrfachbehinderte Personen einbezieht.

Schönrock beantwortete den tamilischen Gästen Fragen der Werkstattfinanzierung, Wohnmöglichkeiten oder Auftraggeber. Die LeWe-Eigenprodukte und deren Vermarktung fanden das besondere Interesse, denn die Attanayakes suchen über ihren niederländischen Importeur hinaus nach neuen Vermarktungswegen in Europa.

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