Mo., 06.01.2014

Sternsinger fahren Rekord ein Herzen und Türen stehen offen

Die Stimmung ist gut: Nach dem Eröffnungsgottesdienst machten sich 62 kleine Könige auf den Weg. Die Sternsinger schrieben den Segen an die Haustüren, baten um Geld für ein Projekt in Namibia und freuten sich über Süßigkeiten.

Die Stimmung ist gut: Nach dem Eröffnungsgottesdienst machten sich 62 kleine Könige auf den Weg. Die Sternsinger schrieben den Segen an die Haustüren, baten um Geld für ein Projekt in Namibia und freuten sich über Süßigkeiten. Foto: Björn Igelbrink

Tecklenburg-Leeden - 

Schemenhafte Umrisse hinter gläsernen Etagentüren, scheue Blicke durch Gardinen, abgeschaltete Haustürklingeln, verschlossene Türen – auch das gab es bei der 22. ökumenischen Sternsingeraktion im Stiftsdorf.

Von Björn Igelbrink

Am Samstag überwog aber bei vielen kleinen und großen Mitwirkenden die Freude über den Besuch der Weisen aus dem Morgenland mit ihrem Sternträger.

Offene Türen, abwesende Anwohner, die eine Spende beim Nachbarn deponiert hatten, großzügige Geldgaben, Leckereien für die Lengericher Tafel oder Menschen, die vorbeiziehende Sternsingergruppen ausdrücklich um einen Besuch baten, sorgten für strahlende Gesichter. Das Leitwort „Segen bringen, Segen sein“ erlebten die 62 Teilnehmer – so viele wie nie zuvor.

Die Leedener Sternsinger sammelten ebenso wie die Aktiven in Ledde und Tecklenburg für ein Projekt des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg und für das AIDS-Programm (ELCAP) der Evangelischen Lutherischen Kirche in Namibia. Durch die partnerschaftliche Struktur (Partnerkirchenkreis) existiert ein gesicherter Kanal, so dass das Geld auch dort ankommt, wo es dringend benötigt wird.

Wie das Leben dort und im südlichen Afrika allgemein aussieht, vermittelten Pastorin Ulrike Wortmann-Rott­hoff und Pfarrer Karl Jasbinschek beim Eröffnungsgottesdienst in der Stiftskirche. Die Seelsorger ermunterten die Kinder und Jugendlichen, den „Segen Gottes zu den Menschen zu bringen“. So könnten Kranke und Waisen in Namibia Trost finden.

Nachdem die Sternsinger erfahren hatten, wofür ihr Einsatz bestimmt ist, machten sie sich auf den Weg. Dieser führte sie zu Fuß oder mit dem Auto zu viele Haushalte. Mittags gab es Spaghetti im Gruppenraum der katholischen Kirche St. Hedwig. Dort folgte der Abschlussgottesdienst, in dem eine Instrumenten-Combo mit Liedern wie „Venimus adorare eum“ oder „Stern über Bethlehem“ für einen gelungenen musikalischen Rahmen sorgte und jeder eine Teilnahmeurkunde erhielt. Voller Spannung wurden die Dosen geöffnet.

„Sternsingen macht Spaß und wir helfen gerne anderen Kindern“, sind sich Lea-Marie und Maja einig. Die beiden 13-Jährigen gehören schon seit einigen Jahren zur Sternsingerschar. Johanna ist neun Jahre alt und freut sich: „In einer Autobahnraststätte durften wir einkehren und erhielten sogar Croissants, Kakao und Pommes.“

Der Einsatz hatte sich vollends gelohnt: Leuchtende Augen als das Endergebnis aus den Sammelbezirken vorlag. Mit 3743,11 Euro war es gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rund 500 Euro. Viele Gruppen teilten ihnen zugedachte Leckereien und spendeten sie der Lengericher Tafel.

Freuen können sich die aktiven Sternsinger im Stiftsdorf auf das Dankeschöntreffen. Am Sonntag, 26. Januar, erleben sie dieses mit ihren Kollegen aus Ledde und Tecklenburg ab 15 Uhr im Gruppenraum der Kirche St. Hedwig. Bei einem gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen sowie anderen Getränken laden die Organisatoren auch die Eltern und Geschwister mit ein. Nachdem alle sich gestärkt haben, möchte André Klausmeier mit den Kindern und Jugendlichen zu einer Schnitzeljagd aufbrechen. Bei der Rückkehr gibt es eine kleine Preisverleihung.

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