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Mo., 05.01.2015

Die Erfahrungen der Sternsinger Zwischen Willkommen und Ablehnung

Mit Sternen und farbenprächtigen Gewändern machen sich die Kinder auf den Weg. Sie bringen den Segen in die Häuser und sammeln gleichzeitig Geld für ein syrisches Hilfsprojekt.

Mit Sternen und farbenprächtigen Gewändern machen sich die Kinder auf den Weg. Sie bringen den Segen in die Häuser und sammeln gleichzeitig Geld für ein syrisches Hilfsprojekt. Foto: Björn Igelbrink

Tecklenburg-Leeden - 

„Hereinspaziert!“ oder „Geht bloß weg.“ Das waren die Kommentare an den Haustüren, als am Samstag 45 Mädchen und Jungen unterwegs im Namen des Herrn waren. Im Rahmen der Sternsingeraktion besuchten sie Menschen, um ihnen den Segen Gottes für das neue Jahr zu bringen. Und um als Heilige Drei Könige und Sternträger Spenden für bedürftige syrische Altersgenossen in Jordanien zu sammeln, die auf der Flucht sind.

Von Björn Igelbrink

„Wir gehen für die Kinder im Auftrag Jesu“, begrüßte Pfarrer Karl Jasbinschek von der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen die Aktiven und helfenden Begleiter sowie etliche Eltern in der evangelischen Stiftskirche. Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff von der evangelischen Kirchengemeinde erklärte den Kindern und Jugendlichen den Verwendungszweck. Aufgrund des beinahe drei Jahre andauernden Bürgerkriegs in Syrien fliehen viele Menschen. Besonders die Kinder benötigen Hilfe, wie sie beispielsweise in Jordanien geleistet wird. Und für eine gute Zukunft bräuchten die Kinder neben Spenden auch „Glück, Hoffnung, Frieden“. Die Sternsinger könnten durch ihren Einsatz „Leid lindern“, so die Seelsorgerin.

Nach der Materialausgabe starteten die Kinder und Jugendlichen, die mit bunten Gewändern, selbst gebastelten Sternen und Kronen als Weise aus dem Morgenland zu erkennen waren. Auf Wunsch schrieben sie den Segen 20*C+M+B+15 (Christus segne dieses Haus 2015) mit Kreide an Hauswände und -türen oder hinterließen Aufkleber mit dem Segensspruch.

Die Reaktionen in der Bevölkerung sind auch bei der 23. Auflage des ökumenischen Sternsingens fallen unterschiedlich aus. Da schaut der Herr eines Hauses zwar neugierig aus dem Fenster und unterbricht sogar seine Lektüre im warmen Wohnzimmer, sieht die Sternsinger draußen im kalten Januar-Niesel und öffnet aber auch nach dreimaligem Klingeln nicht. Nebenan bittet eine Anwohnerin die Jungen hinein. Es gibt Apfelsaft, zwei der Gruppe dürfen auf die Toilette verschwinden.

Die positiven Erlebnisse überwogen. Nicht wenige Leckereien wie Schokoladen, Weihnachtsgebäck, Mandarinen reichen Stiftsortbewohner als Wegzehrung. Die Sternsinger teilen auch diese Gaben und geben viel an die Lengericher Tafel weiter.

Ulrike Wortmann-Rotthoff dankte im Abschlussgottesdienst in der katholischen Kirche St. Hedwig, den eine Combo musikalisch gestaltete, den Organisatoren, Helfern, Kindern und Jugendlichen sowie besonders den Eltern, die maßgeblich die Sternsingeraktion unterstützen. Einige sorgten für die Dankesurkunden, fuhren Gruppen, kochten für den Mittagsimbiss Spaghetti, würdigte Karl Jasbinschek den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen. 

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