Fr., 20.11.2015

Zeichen für Toleranz 400 Tecklenburger Kinder singen gemeinsam das „Flüchtlingslied“

Rund 400 Kinder sangen mit. Das „Flüchtlingslied“ soll ein Zeichen setzen für Offenheit und Toleranz. Im Luftgeschoss der Kreisverwaltung kamen Mädchen und Jungen aus allen sechs Tecklenburger Schulen zusammen.

Rund 400 Kinder sangen mit. Das „Flüchtlingslied“ soll ein Zeichen setzen für Offenheit und Toleranz. Im Luftgeschoss der Kreisverwaltung kamen Mädchen und Jungen aus allen sechs Tecklenburger Schulen zusammen. Foto: Ruth Jacobus

Tecklenburg - 

„Das hat es in Tecklenburg noch nicht gegeben.“ Recht hat er, der Bürgermeister. Stefan Streit war sichtlich stolz, als sich zu früher Stunde rund 400 Schülerinnen und Schüler im Luftgeschoss der Kreisverwaltung versammelten, um gemeinsam das „Flüchtlingslied“ und andere Songs zu singen. Rund 300 Eltern, Lehrer und Zuschauer umringten die große Kinderschar.

Von Ruth Jacobus

Der Grundschulchor „Die Mollmäuse“ hatte zu dem Auftritt eingeladen. Anlass war der „Tag der Kinderrechtskonvention“. Als Juniorbotschafter der Unicef haben sich die Sängerschar und ihre Leiterin Dr. Stephanie Müller-Bromley auf die Fahnen geschrieben, sich für Kinder einzusetzen – besonders für Flüchtlingskinder.

Video: Schüler singen eigenes Lied für Flüchtlinge

„Ihr setzt damit ein Zeichen, Tecklenburg steht für Toleranz und Offenheit“, lobte Stefan Streit. Es sei wichtig, Position zu beziehen, Fremden als Freunde zu begegnen.

Es war schon ein beeindruckendes Bild, als die Grundschüler aller vier Standorte, Hauptschüler, Gymnasiasten und sogar einige Kindergartenkinder von allen Seiten auf die Kreisverwaltung zuströmten. Gemeinsam mit den „Mollmäusen“ wärmten sie sich auf, um dann gemeinsam zu singen. „Ich kenn´ Dich nicht, doch reich´ ich Dir die Hand“, stimmten alle mit ein. Der größte Chor Tecklenburgs – er setzte in der Tat ein Zeichen. Und hörte sich – ganz nebenbei – auch noch an, als gäbe es ihn schon lange.

Fotostrecke: 400 Kinder singen ein Lied für Offenheit und Toleranz

Mehrere Kinder erläuterten, welche Rechte sie haben, nämlich das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, auf freie Meinungsäußerung, auf Spiel und Freizeit, elterliche Fürsorge und Schutz bei Krieg und Flucht. Eine wichtige Aussage: „Auch die Flüchtlingskinder haben alle diese Rechte.“

Das Flüchtlingslied und der Europa-Song, getextet und komponiert von Stephanie Müller-Bromley, sollen bald in aller Munde sein. Jede Schule im Kreis Steinfurt soll eine CD von den „Mollmäusen“ bekommen. „Dafür brauchen wir Geld“, forderte die Chorleiterin zu Spenden auf. Das verhallte nicht ungehört. Sowohl VR-Bank als auch die Kreissparkasse übergaben ihr 500 Euro.

Als die Kinder schon wieder unterwegs waren zu ihren Schulen, standen einige Zuhörer noch etwas länger beisammen. Was sie dachten, fasste der Bürgermeister begeistert zusammen: „Das müssen wir noch einmal machen.“

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