Mo., 27.02.2017

Neue Ausstellung im Moderson Museum Tecklenburg weicht dem Münsterland

Die Dingstiege in Münster: Dieses Gemälde von Otto Modersohn stammt aus dem Jahr 1888 und ist in der neuen Ausstellung zu sehen.

Die Dingstiege in Münster: Dieses Gemälde von Otto Modersohn stammt aus dem Jahr 1888 und ist in der neuen Ausstellung zu sehen.

Tecklenburg - 

Zahlreiche Besucher haben die Gemälde und Zeichnungen bereits bewundert, die Otto Modersohn zwischen 1885 und 1892 in Tecklenburg gemalt und gezeichnet hat. Wer sie noch sehen will, sollte nicht zu lange warten. Bis Sonntag, 26. März, ist die Ausstellung so noch im Modersohn Museum zu finden.

Ab dem 1. April stehen die Landschaftsbilder des Künstlers im Vordergrund, die er, kaum über 20 Jahre alt, im Umkreis seiner Heimatstadt Münster gemalt hat. Etwa 30 von ihnen präsentiert das Museum in seiner Ausstellung „ Otto Modersohn-Münsterland!“. Hinzu kommen zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle und Skizzen, die alle in den Jahren 1886 bis 1889 entstanden sind. Das kündigt die Museumsleitung an.

Mit virtuosem Pinsel erfasste Modersohn selbst die kleinsten Details des parkartigen Münsterlandes, wie es vor 130 Jahren aussah. Die entscheidende Weiterentwicklung seiner Kunstauffassung und Malerei vollzog sich ebenfalls in diesen Jahren, indem er Werke der französischen Maler der Schule von Barbizon, zunächst nur als Reproduktionen, dann im Oktober 1888 im Original, auf der III. Internationalen Kunstausstellung im Münchener Glaspalast sah und sich eingehend mit ihnen auseinandersetzte.

Günter Busch , von 1950 bis 1984 Direktor der Kunsthalle Bremen und besonderer Kenner der französischen und deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts, schrieb über Otto Modersohn: „Seine Anfänge als Maler sind höchst bemerkenswert. Mit einem in Deutschland seltenen Gefühl für schwingende Farbe und farbige Nuance, für die Kostbarkeit der farbigen Materie, die ihm von Beginn an immer mehr ist als bloßes Ausdrucks- und Darstellungsmittel, malt der Jüngling seit der Mitte der achtziger Jahre seine kleinen Landschaftsstudien und Landschaftsbilder im Bereich des heimatlichen Münsterlandes: die weiten Wiesen unter silberhellen, hohen Himmeln, Mauer-, Holz- und Ziegelwerk der Häuser, die staubigen Landstraßen, Laubwerk und Baumschatten, die stillen silbrigen Spiegel von Wasserzügen und Teichen. Mit diesen Jugendwerken steht Modersohn auf der Höhe der malerischen Kultur, wie sie der Realismus und der Impressionismus in Europa im Verlauf des 19. Jahrhunderts erarbeitet hatten.“

Die derzeitig Ausstellung „Otto Modersohn in Tecklenburg 1885-1892“ ist bis zum 26. März freitags von 14.30 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

„Otto Modersohn-Münsterland!“ kann ab dem 1. April von dienstags bis sonntags zwischen 11 und 18 Uhr besucht werden.

Zum Thema

Weitere Informationen gibt es im Otto Modersohn Museum Tecklenburg, Markt 9, unter ' 0 54 82/92 62 160, E-Mail: info@ommt.de, www.ommt.de.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4661464?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F