So., 19.03.2017

Neue Ausstellung Bilder aus „seligsten Stunden“

Das Otto Modersohn Museum präsentiert ab dem 1. April eine neue Ausstellung. Gezeigt werden Bilder, die in den Jahren 1886 biss 1889 im Münsterland entstanden sind. Dazu gehört die Sommerlandschaft Aawiesen.

Das Otto Modersohn Museum präsentiert ab dem 1. April eine neue Ausstellung. Gezeigt werden Bilder, die in den Jahren 1886 biss 1889 im Münsterland entstanden sind. Dazu gehört die Sommerlandschaft Aawiesen. Foto: Ruth Jacobus/OMMT

Tecklenburg - 

Der junge, kaum über 20 Jahre alte Otto Modersohn malte im Umkreis seiner Heimatstadt Münster Landschaftsbilder. Etwa 30 von ihnen präsentiert ab dem 1. April das Otto Modersohn Museum Tecklenburg in seiner Ausstellung „Otto Modersohn – Münsterland!“. Hinzu kommen zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle und Skizzen, die alle in den Jahren 1886 bis 1889 entstanden sind.

Mit virtuosem Pinsel erfasste Modersohn auch noch die kleinsten Details des parkartigen Münsterlandes, wie es vor 130 Jahren aussah. Die entscheidende Weiterentwicklung seiner Kunstauffassung und Malerei vollzog sich ebenfalls in diesen Jahren, indem er Werke der französischen Maler der Schule von Barbizon, zunächst nur als Reproduktionen, dann im Oktober 1888 im Original, auf der III. Internationalen Kunstausstellung im Münchener Glaspalast sah und sich eingehend mit ihnen auseinandersetzte, schildert Uta Jenschke, Geschäftsführerin des Museums.

Günter Busch, von 1950 bis 1984 Direktor der Kunsthalle Bremen und besonderer Kenner der französischen und deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts, schrieb über Otto Modersohn: „Seine Anfänge als Maler sind höchst bemerkenswert. Mit einem in Deutschland seltenen Gefühl für schwingende Farbe und farbige Nuance, für die Kostbarkeit der farbigen Materie, die ihm von Beginn an immer mehr ist als bloßes Ausdrucks- und Darstellungsmittel, malt der Jüngling seit der Mitte der achtziger Jahre seine kleinen Landschaftsstudien und Landschaftsbilder im Bereich des heimatlichen Münsterlandes: die weiten Wiesen unter silberhellen, hohen Himmeln, Mauer-, Holz- und Ziegelwerk der Häuser, die staubigen Landstraßen, Laubwerk und Baumschatten, die stillen silbrigen Spiegel von Wasserzügen und Teichen. Mit diesen Jugendwerken steht Modersohn auf der Höhe der malerischen Kultur, wie sie der Realismus und der Impressionismus in Europa im Verlauf des 19. Jahrhunderts erarbeitet hatten.“

Das Umland von Münster, diese „schlichte Ebene“, veranlasste den jungen Otto Modersohn zu weitreichenden Auseinandersetzungen mit seinen eigenen künstlerischen Bestrebungen und einer heranreifenden Autonomie.

„All‘ die bekannten Plätze: Maikotten, Wienburg, Lütkenbeck, Loddenheide, Handorf, am Ägidiithor, Neuthor, Neubrücken-, Mauritz- und Ludgerithor mussten mir Anregung und Motiv geben“, schrieb der Maler 1886 in sein Tagebuch. Ein Jahr später hielt er fest: „Ich bin zur Einsicht gekommen, dass ein Künstler seine Stoffe und Darstellung möglichst aus Verhältnissen, die ihm ganz bekannt, die ihm lieb sind, schöpfen muss. Westfalen habe ich als Hauptfundort für mich erkannt. Ich liebe Westfalen und alles, auch seine Schwächen, unendlich. Es umschließt die seligsten meiner Stunden.

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