Mo., 20.03.2017

Konzert und Lesung im Rittersaal Pfiffige Einlage des Bürgermeisters

Tecklenburg - 

Der zweite Teil der „Tecklenburger Kostbarkeiten“ führte vom Graf-Adolf-Gymnasium ins Wasserschloss Haus Marck. Dort ließen sich die Besucher die Konzert-Lesung geradezu auf der Zunge zergehen. Denn zuvor bot ein Imbiss in der Remise Gelegenheit, bei kulinarischen Freuden zwanglose Gespräche zu führen, die sich nicht selten um lokale Kultur und allgemeine Schulpolitik drehten.

Von Sunhild Salaschek

So gestärkt gaben sich die Hörer den musikalischen und literarischen Genüssen im Rittersaal des Schlosses hin. Es musizierten dieselben Vortragenden wie im ersten Teil, aber nun waren sie zusätzlich vom stimmungsvollen Ambiente inspiriert. Die Stücke von Johann Sebastian Bach (geboren 1685) bis David Guetta (geboren 1967) wirkten noch gezielter mit dem literarischen Programm verknüpft und auf die jeweilige Pointe hin gespielt.

Neben Guettas „Dangerous“ (Julian Göx, Klavier) stach besonders das Capriccio für Violine von Gisbert Näther (geboren 1948) hervor. Es war Marianne Boettcher gewidmet, und sie interpretierte es derart, dass man die „eingebauten kriminalistischen Dinge“ sofort herauszuhören meinte.

Eingebettet in eine solche Atmosphäre wirkten die literarischen Beiträge der Schülerinnen Inessa Dobler, Zoe Blumenberg und Nele Goldlücke doppelt überzeugend. Ihre Kurzkrimis waren in einem von der Schule initiierten Schreibworkshop unter Anleitung von Jürgen Kehrer entstanden. Sie gefielen ebenso durch ihre minutiösen stimmungsvollen Beschreibungen wie mit ihrem unerwarteten augenzwinkernd dramatischen Ende.

Schon bei der Begrüßung hatte Ricarda Freifrau von Diepenbroick-Grüter hervorgehoben, dass Boettcher und Kehrer schon in ihrer Jugend auf Haus Marck aufgetreten seien, wer weiß, was da noch von den jetzigen Schülerinnen und Schülern zu erwarten sei.

Zunächst hatte aber Bürgermeister Stefan Streit das Wort. Mit „Entschuldigen Sie Sir, ich hätte da noch eine Frage…“ und der gepfiffenen Melodie „This old man“ und einer auszugsweisen Lesung brachte er den Hörern seinen Lieblingskrimi „Columbo: Wein ist dicker als Blut“ charmant nahe.

Auch dieser Teil der Konzertlesung endete mit Musik. Den wirkungsvollen Schlusspunkt setzten Marianne Boettcher und Ulrike Lausberg mit Vittorio Montis „Csárdás“. Erneute Begeisterung, nicht enden wollender Beifall und eine Zugabe: Ein vielseitiger, ein großer Abend! 

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