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Mo., 20.03.2017

Tecklenburger Kostbarkeiten Kehrer hat den Schalk im Nacken

Blumen gab es für Marianne Boettcher (links), Evelyn Futterknecht (rechts) sowie die Schülerinnen Inessa Dobler, Zoe Blumenberg, Nele Goldlücke und Ronja Marczinzik. Jürgen Kehrer (rechtes Bild) begeisterte das Publikum mit seiner Krimi-Lesung.

Blumen gab es für Marianne Boettcher (links), Evelyn Futterknecht (rechts) sowie die Schülerinnen Inessa Dobler, Zoe Blumenberg, Nele Goldlücke und Ronja Marczinzik. Jürgen Kehrer (rechtes Bild) begeisterte das Publikum mit seiner Krimi-Lesung. Foto: Sunhild Salaschek

Tecklenburg - 

Musikalisch – kulinarisch – literarisch ging es bei den „Tecklenburger Kostbarkeiten“ zu, die Ulrike Lausberg, Studienrätin des Graf-Adolf-Gymnasiums, konzipiert und nun schon zum dritten Mal organisiert hat. An zwei Schauplätzen, dem Gymnasium und dem Wasserschloss Haus Marck, erlebte das entzückte Publikum zwei höchst amüsante Konzert-Lesungen.

Von Sunhild Salaschek

Musikalisch – kulinarisch – literarisch ging es bei den „Tecklenburger Kostbarkeiten“ zu, die Ulrike Lausberg, Studienrätin des Graf-Adolf-Gymnasiums, konzipiert und nun schon zum dritten Mal organisiert hat. An zwei Schauplätzen, dem Gymnasium und dem Wasserschloss Haus Marck, erlebte das entzückte Publikum zwei höchst amüsante Konzert-Lesungen. Evelyn Futterknecht, Schulleiterin des Graf-Adolf-Gymnasiums, begrüßte die erwartungsvollen Besucher, verdeutlichte den Sinn und Wert der Veranstaltung und dankte allen helfenden Händen und vielen großzügigen Sponsoren.

Zu Beginn des musikalischen Programms entführten Ulrike Lausberg am Flügel und ihre langjährige Konzertpartnerin, die Berliner Violinprofessorin Marianne Boettcher, mit zwei Sätzen aus einer Violinsonate von Giuseppe Tartini ihre Hörer ins Zeitalter des Barock. Diese Atmosphäre baute die Schülerin Ronja Marzcinzik, Violoncello, unter der Begleitung Lausbergs stimmungsvoll aus, ehe Boettcher mit „Satya 1“ für Violine solo von der Rumänin Violeta Dinescu (geb. 1953) einen krassen Sprung in die Gegenwart tat.

Die ungewohnten Töne waren eine gute Einstimmung auf eine Lesung aus „Wilsberg – Ein bisschen Mord muss sein“. Der überregional bekannte und gerade im Münsterland besonders beliebte Autor dieses Krimis, Jürgen Kehrer, habe zwar, wie er sagte, bei dieser Musik eher an einem Gruselfilm gedacht, aber zur Verbrecherjagd und Suche nach „Satya“ (Sanskrit: Wahrheit) passte sie allemal. Packend und mit dem Schalk im Nacken breitete Kehrer ein hinreißendes Kriminalszenario mit viel Münsteraner Lokalkolorit vor dem Publikum aus.

Aus dieser Welt des Mordes und der Mafiosi konnten die Schüler Moritz Worpenberg, Violine und Julian Göx, Klavier, das gebannte Publikum mit einem Sonatensatz von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 304) nur langsam lösen. Die weitere Rückführung in die Aula des Gymnasiums übernahmen Marzcinzik und Lausberg mit einem freundlichen Allegro aus dem Concertino von Mozarts Zeitgenossen Jean Baptiste Bréval, ehe Boettcher und Lausberg den ersten Teil der Veranstaltung mit Händels Violinsonate Nr. 13 beschlossen.

Eine große Beifallswelle erfüllte den Raum, zumal sich ein Teil der Hörer bereits jetzt von den Vortragenden verabschieden musste, da sie keinen Platz mehr im Wasserschloss gefunden hatten.

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