Di., 19.01.2016

Komödie der Heimatbühne Lachen ist der schönste Lohn

Das Chaos ist perfekt, Grit (Mitte) manövriert sich in eine missliche Lage. Was die uneheliche Tochter ihre Mannes damit zu tun, erfahren die Besucher der Komödie.

Das Chaos ist perfekt, Grit (Mitte) manövriert sich in eine missliche Lage. Was die uneheliche Tochter ihre Mannes damit zu tun, erfahren die Besucher der Komödie. Foto: Lennard Walker

Tecklenburg-Brochterbeck - 

„Dat Mannswiew un de lütte Unnerscheed“ – der Titel der plattdeutschen Komödie der Heimatbühne Ibbenbüren ließ bereits ahnen, dass es ein lustiger Nachmittag würde. In der „Historischen Gaststätte Franz“ öffnete sich am Sonntag der Vorhang für die muntere Verwechselungskomödie.

„Dat Mannswiew un de lütte Unnerscheed“ – der Titel der plattdeutschen Komödie der Heimatbühne Ibbenbüren ließ bereits ahnen, dass es ein lustiger Nachmittag würde. In der „Historischen Gaststätte Franz“ öffnete sich am Sonntag der Vorhang für die muntere Verwechselungskomödie mit dem hochdeutschen Namen „Das Mannsweib und der kleine Unterschied“.

Nach dem Tod ihres Mannes Jakob mangelt es Grit Anders (Anni Voss) vor allem an Geld. Sie muss das gemeinsame Haus finanzieren und halten und ist dafür auf die Rente ihres Mannes angewiesen. Kurzerhand schlüpft sie also in die Rolle des Jakob Anders (ebenfalls von Anni Voss gespielt), wie dieser es sich vor seinem Ableben von seiner Gattin gewünscht hat.

Mehr als vier Jahre lang geht das auch gut, bis Tim Dreier (Erich Hackmann) auftaucht. Mit ihm verbringt Grit einen wundervollen Abend im Theater, anschließend gehen die beiden tanzen. Da Grit sich aber nicht verraten darf, flüchtet sie nach dem Tanz schnell. Tim Dreier will aber keine Ruhe geben, bis er seine Traumfrau wiedergefunden hat. Er quartiert sich im Haus von Grit beziehungsweise Jakob ein, um besser in der Umgebung nach der Frau suchen zu können.

Der geschäftstüchtige Nachbar Edmund Spieler (Reinhold Bäumer), der auch in dem Haus wohnt, will dem verschuldeten Jakob zu allem Unglück auch noch Haus und Hof zum Spottpreis abkaufen, um auf dem Grund eine große Massentierhaltung aufzubauen.

Als Jakobs Tochter Trixi (Lena Mairose), die aus einer früheren Beziehung stammt, auftaucht, um ihren Vater kennenzulernen, ist das Chaos perfekt. Inmitten dieser Verwirrungen bemerkt Grit, dass sie auch für Tim Dreier schwärmt, kann sich aber nicht offenbaren.

Dass das Theaterstück gut ankommt, lässt sich an den Reaktionen des Publikums erkennen. Schon nach der ersten Szene ging ein Lachen und Applaudieren durch die voll besetzten Reihen. Die Resonanz war mehr als gut. „Wir mussten schon 50 bis 100 Leute wieder nach Hause schicken“ bedauerte Marita Kriege. Doch auch diese haben die Möglichkeit zu erfahren, wie die plattdeutsche Komödie ausgeht. Am Sonntag, 13. März, um 16 Uhr, gibt es in der Gaststätte Franz eine weitere Aufführung. Das habe man kurz vor Beginn des Stückes wegen der hohen Nachfrage beschlossen.

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