Do., 28.01.2016

Seilbahn Thema in Ausschuss „Naturnahe Attraktion“

Der weite Blick gen Süden ist die Basis für die Seilbahn-Pläne. Direkt am Parkplatz Münsterlandblick soll die Bergstation entstehen.

Der weite Blick gen Süden ist die Basis für die Seilbahn-Pläne. Direkt am Parkplatz Münsterlandblick soll die Bergstation entstehen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Tecklenburg - 

Das Projekt „Tecklenburger Bergbahnen“ ist am Dienstag Thema im Bauausschuss gewesen. Die Mitglieder stimmten einstimmig für die Aufstellung der 45. Flächennutzungsplanänderung und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Zahlreiche Bürger verfolgten die Sitzung.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Investoren, Verwaltung und Politik treiben die Planungen für das Projekt „Tecklenburger Bergbahnen“ voran. Die Mitglieder des Bauausschusses haben am Dienstag einstimmig für die Aufstellung der 45. Flächennutzungsplanänderung und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gestimmt. Oliver Tiedemann und Henrik Borgmeyer, die hinter dem ambitionierten Vorhaben stehen, kündigten nach der Sitzung gegenüber dieser Zeitung an, nun einen fünfstelligen Betrag in die Hand zu nehmen, um Fachbüros beratend hinzuziehen.

Deutlich wurde am Dienstag auch, wie groß das Interesse der Öffentlichkeit ist. Rund 50 Bürger verfolgten die Sitzung. Bürgermeister Stefan Streit sagte, es gehe beim ersten Schritt im Verfahren darum, das „Signal zu senden“, dass der politische Wille da sei, das Vorhaben auf den Weg zu bringen.

Tiedemann und Borgmeyer bekamen noch einmal Gelegenheit, die Seilbahn- und Sommerrodelbahn-Pläne zu skizzieren, zu denen auch noch Gastronomie, Parkplätze und ein Hochseilgarten gehören. Sie sprachen von einer „naturnahen Attraktion“ und betonten in Hinblick auf inzwischen vorgebrachte Einwände vor allem zweierlei: Die Sommerrodelbahn werde, so denn das Projekt zu realisieren ist, eine „sehr ruhige Veranstaltung“, da bei den Schlitten Gummi auf Stahl stoße. Laute Geräusche gebe es somit keine.

Und mit Blick auf Eingriffe in die Landschaft verwiesen sie auf ein Luftbild aus dem Jahr 1967, das zeigt, dass der Hang vor fast 50 Jahren bei Weitem nicht so bewachsen war wie heute. Es gehe also eher darum, einen Zustand zu schaffen, wie er schon einmal war.

Grundsätzlich versicherte das Investoren-Duo, dass kein Zeitdruck bestehe. „Wir wollen das nicht durchpeitschen, sondern gedeihen lassen.“

Im Gespräch mit dieser Zeitung berichteten Tiedemann und Borgmeyer von vielen „sehr positiven Reaktionen“ – angefangen bei der Lappwaldbahn, die vor Kurzem die Teutoburger-Waldeisenbahn-Strecke übernommen hat, über den Lengericher Verein Eisenbahntradition, der touristische Fahrten auf den TWE-Gleisen anbietet, bis hin zum Heimatverein. Zu den kritischen Stimmen sagten sie, dass mancher „in der Planung schneller ist als wir“. Daraus könnten sich Missverständnisse ergeben hinsichtlich dessen, was letztendlich kommen solle.

Und die Unternehmer machten noch eines klar: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Um die detailliert zu analysieren, würden Experten hinzugezogen. Dabei gehe es zum Beispiel um das gastronomische Konzept genauso wie um Fragen zur Seilbahn. Abzuwarten bleibe zudem, welche Auflagen zu erfüllen seien. Würden die zu hoch, könnte auch das ein Grund sein, von einer Verwirklichung des Projektes Abstand zu nehmen.

Eine erste grobe Investitionsplanung beruht auf einem Potenzial von 1,3 Millionen Tagesgästen, die jährlich nach Tecklenburg kommen. Im Ausschuss für Umwelt, Kultur und Touristik hatte Sara Vandeck, Geschäftsführerin der Tecklenburg Touristik, im April vergangenen Jahres einen Schätzwert von 1,7 Millionen genannt.

Leserkommentare

Google-Anzeigen
Anzeige

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3764696?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F