So., 31.01.2016

Gastschüler schauen sich Namibias Botschaft an Wo Diplomaten ein und aus gehen

Erinnerungsfoto vor der namibischen Botschaft: Gäste und Gastgeber schauen sich Berlin an.

Erinnerungsfoto vor der namibischen Botschaft: Gäste und Gastgeber schauen sich Berlin an. Foto: selbst

Tecklenburg - 

Wenn Jugendliche aus verschiedenen Erdteilen an einem Wochenende gemeinsam essen, miteinander tanzen und vieles über deren Länder erfahren, dann ist das interkulturelles Lernen. Darauf legt – eigenen Angaben zufolge – das Graf-Adolf-Gymnasium (GAG) als UNESCO-Schule besonderen Wert legt.

Zehn Schülerinnen und Schüler aus Namibia, Chile, Dänemark und der Türkei erleben ihre sehr individuell zugeschnittenen Gastaufenthalte bei ihren Partnerschülern. Englisch- und Spanischlehrer Björn Igelbrink organisiert die Gastaufenthalte von Josephine Belen Aldridge Sanhueza (San Felipe), Johanne Balslew (Kopenhagen) und Bakalim Sarp (Istanbul). Das Austauschprogramm mit der UNESCO-Partnerschule des GAG in Namibia, dem Concordia College in Windhoek, wird seit 2009 von Dr. Klaus Hefner koordiniert.

Um insbesondere den vier Mädchen (Natalia Nghishitelwa, Morveze-Rue Patoko, Dantago Uiras und Vannessa Tjiseseta) und zwei Jungen (Bradley Hoebeb und Evarist Embula) aus Namibia die Eingewöhnung im winterlichen Deutschland zu erleichtern, hat das Lehrerteam, bestehend aus Klaus Hefner, Andrea Bergmeyer, Jackey Tjikumise und Tobias Sechelmann, alle internationalen Gastschüler und deren Austauschpartner zu einem gemeinsamen Wochenende in der Jugendherberge Tecklenburg eingeladen.

Während die Gäste Einblicke in die Region erhalten, erfahren die Gastgeber eine Menge über deren Herkunftsländer. Bildpräsentationen über Chile, Dänemark und Namibia werden ergänzt durch Vorträge über interkulturelle Kompetenz und aktuelle globale Herausforderungen. Typische Vorurteile werden thematisiert und ausgeräumt. Gruppendynamische Prozesse sind in Gang gesetzt. Eine Nachtwanderung durch Tecklenburg und den umliegenden Wald ist ein Glanzlicht, zumal derartige Aktivitäten in vielen Ländern dieser Welt gar nicht möglich wären. Alle Teilnehmer sind begeistert und erkennen, wie sehr das Englische ihnen die Kommunikation in jeder Hinsicht erleichtert.

Trotz unterschiedlicher Verweildauer lässt das GAG-Austauschprogramm in der Oberstufe mit seiner Kombination aus ‚normalem‘ deutschen Schul- und Privatleben und zahlreichen gemeinsamen Unternehmungen bei allen das Gefühl einer internationalen Begegnung aufkommen, bei der die englische Sprache eine zentrale Rolle spielt, auch wenn alle primär gekommen sind, um ihr Deutsch zu verbessern.

Bei einer zweitägigen Exkursion nach Berlin erlebt die namibisch-deutsche Gruppe Hauptstadt-Flair und eine Besichtigung des Reichstagsgebäudes, wo insbesondere der Plenarsaal des Bundestags ein Ziel ist. Alle sind zu einem Empfang in der Botschaft Namibias eingeladen und schnuppern ein wenig diplomatische Atmosphäre.

Der gemütliche Abschlussabend für die Namibianer, die sich besonders für die neuen Technikräume am Tecklenburger GAG interessieren, ist mit westfälischen Spezialitäten auf Gut Erpenbeck (Lengerich) veranstaltet worden.

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