Anzeige

Mi., 16.03.2016

Bürgermeister sieht positive Entwicklung Ausgeglichener Haushalt im Visier

Tecklenburg - 

Ausdauer, Kontinuität und eine strenge Ausgabendisziplin machen es möglich: „Bereits im Jahr 2019 kann ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden. Das ist ein beeindruckendes Ergebnis.“ Bürgermeister Stefan Streit zeichnete am Dienstagabend im Stadtrat ein positives Bild von der künftigen finanziellen Entwicklung der Stadt.

Von Ruth Jacobus

Ausdauer, Kontinuität und eine strenge Ausgabendisziplin machen es möglich: „Bereits im Jahr 2019 kann ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden. Das ist ein beeindruckendes Ergebnis.“ Bürgermeister Stefan Streit zeichnete am Dienstagabend im Stadtrat ein positives Bild von der künftigen finanziellen Entwicklung der Stadt. „Das haben wir gemeinsam geschafft“, lobte er Rat und Verwaltung. „Wir haben Kurs gehalten.“

Nach derzeitigen Planungen werde der Haushalt 2019 einen Überschuss von rund 140 000 Euro aufweisen, sagte Streit bei der Einbringung der Haushaltssatzung 2016. In den Jahren 2011 bis 2015 habe man den Haushalt strukturell jährlich um eine Million Euro entlastet. Für 2016 seien rund 1,35 Millionen Euro geplant. Unter anderem trügen dazu die Parkgebühren bei: 175 000 Euro mit steigender Tendenz. Zudem werde auch bei der Verwaltung gespart, unter anderem durch die Neuorganisation. Bis zum Jahr 2019 seien es 72 000 Euro, rechnete der Bürgermeister vor.

Insgesamt gebe es über die Jahre verteilt 46 Konsolidierungsmaßnahmen. „Wir sind aber gezwungen, einige vorzuziehen, weil andere nicht gegriffen haben“, kündigte Streit an. „Wir werden im Bereich der Steuern Mehrerträge erzielen müssen.“ Thema ist unter anderem die vorgezogene Erhöhung der Grundsteuern. Eine weitere Erhöhung der Gewerbesteuer, neben der bereits beschlossenen, sei nicht vorgesehen. „Das ist politischer Wille, der von der Verwaltung mitgetragen wird.“

Trotz der Ausgabendisziplin seien erforderliche Investitionen in diesem Jahr möglich, betonte Streit. Dazu gehörten Brandschutzmaßnahmen an den Schulen ebenso wie ein neues Löschfahrzeug.

Der Bürgermeister verwies auf weitere positive Entwicklungen: das Gewerbegebiet „Harkenstraße“ sowie den Breitbandausbau, mit dem nach Leeden nun auch in zwei weiteren Ortsteilen begonnen werden solle. Der „Burggraf“ sei auf gutem Wege und damit auch die Entwicklung des Kulturhauses, für dessen Ausbau ab 2017 innerhalb von drei Jahren 270 000 Euro zur Verfügung gestellt würden.

Zur Flüchtlingssituation führte Stefan Streit aus, dass es das Ziel gewesen sein, die Belegung von Sporthallen zu vermeiden. Die Unterbringung im alten Rathaus sei dafür eine wichtige Voraussetzung gewesen. Im Ratssaal finde nun der Sprachunterricht statt, das ehemalige Bürgermeisterbüro sei Aufenthaltszimmer und im Trauzimmer lebe eine dreiköpfige Familie. Zum 1. April beziehe zudem ein Sozialarbeiter ein Büro im Rathaus.

Die Integration der Flüchtlinge – laut Streit werden nur noch anerkannte Asylbewerber zugewiesen – brauche Zeit, Geduld und Ausdauer. In diesem Zusammenhang lobte er die Flüchtlingshilfen Brochterbeck und Tecklenburg, die Außergewöhnliches leisten würden. „Deren Engagement kennt keinen Feierabend und kein Wochenende.“

Ein Lob gab es auch für alle anderen ehrenamtlich Tätigen, sei es im Puppenmuseum, im Modersohn-Museum, bei Schützenvereinen oder in sonstigen Bereichen. „Die Vernetzung von Ehren- und Hauptamtlichen bringt uns voran.“

„Ich hoffe, dass wir gemeinsam Kurs halten“, wandte er sich abschließend an den Stadtrat und beendete seine Haushaltsrede mit seinem neuen Lieblingszitat von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident in BadenWürttemberg: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Denn auch für den Ausgleich des Haushalts braucht man Zeit.

Leserkommentare

Google-Anzeigen
Anzeige

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3873287?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F