Mi., 19.10.2016

Buch über Alf Depser Fasziniert von der Idylle des Städtchens

Dieses Bild von Alf Depser ziert den Buchtitel. Der Geschichts- und Heimatverein würdigt damit den Künstler, der auch in Tecklenburg gewirkt hat.

Dieses Bild von Alf Depser ziert den Buchtitel. Der Geschichts- und Heimatverein würdigt damit den Künstler, der auch in Tecklenburg gewirkt hat.

Tecklenburg - 

Der Künstler Alf Depser hat seit dem Jahr 1954 bis zu seinem Tod jedes Jahr Tecklenburg besucht. Seinen Werken widmet der Geschichts- und Heimatverein nun ein Buch.

Alf Depser: Als die Leiterin des Klönkreises im Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg (der heutige Gesprächskreis Stadtgeschichte), Marielies Saatkamp, diesen Künstler im Jahr 2013 zum Thema machte, war manch einem „Neu-Tecklenburger“ der Name nicht vertraut.

Eine Tatsache, die Frank Bosse bedauert. „Man erinnert sich an Kunstschaffende, die sich durch das beschauliche Tecklenburger Land inspirieren ließen, wie Otto Modersohn und dessen Freunde Fritz Mackensen und Hans am Ende. Ernst te Peerdt wurde in Tecklenburg geboren, Fritz Haase und Hans-Wolff von Ponickau fanden hier ihre künstlerische Heimat und fühlten sich mit dem Tecklenburger Land verbunden. Ebenso wie Arnold Dünnwald, der bis zu seinem Tode auf dem Meesenhof wohnte“, sagt der erste Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins (GHV).

Auch den in Nürnberg geborenen Alf Depser, der auf der Insel Juist gelebt habe, habe es nach einem ersten mehr zufälligen Besuch 1954 alljährlich für einige Wochen bis zu seinem Tod 1990 nach Tecklenburg gezogen. In Aquarellen, Holzschnitten und Grafiken hielt er die beschauliche Landschaft und die Fachwerkidylle Tecklenburgs fest. Jetzt erinnert ein Buch an den Künstler, das der Geschichts- und Heimatverein herausgibt.

Schon 1971, so Frank Bosse, habe es eine Ausstellung mit Arbeiten von Alf Depser im Kreisheimathaus, dem heutigen Kulturhaus, gegeben. „Als Marielies Saatkamp Depser erneut in das Bewusstsein der Tecklenburger rückte, zeigte sich, dass viele seiner Werke aus Privatbesitz der Öffentlichkeit nicht bekannt waren. Es gibt von seinen Aquarellen mehrere Bücher. Jedoch in keines davon wurden die Tecklenburger Landschaften aufgenommen. Auch im Internet ist kaum etwas über Depsers regelmäßigen Aufenthalte in Tecklenburg nachzulesen“, bedauert der Fachmann.

Daher sei im Geschichts- und Heimatverein die Idee entstanden, sein künstlerisches Schaffen im Tecklenburger Land mit einer Ausstellung im Mai 2014 zu würdigen. „Nach einem Aufruf in der lokalen Tagespresse liehen Kunstsammler uns viele ihrer wertvollen handsignierten Holzschnitte und Aquarelle. Depsers Tochter Hilta Depser-Moritz stellte Skizzenbücher, Hirnholz-Druckstöcke und Werkzeuge ihres Vaters zur Verfügung und kam zur Auswahl der Werke mehrfach von Juist nach Tecklenburg“.

Insgesamt 83 Exponate aus Privatbesitz wurden auf diese Weise zum großen Teil erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Jetzt gibt es ein Buch, in dem neben den Werken Depsers auch viele Informationen zum Leben und Wirken des Künstlers zu finden sind. „Das Buch fasst für die Freunde Alfred Depsers die umfangreichen Werke aus seiner Tecklenburger Schaffenszeit zusammen und lässt den Betrachter mit seinen Augen das Tecklenburger Land sehen und begreifen“, sagt Frank Bosse. Bewusst rückt der Buchtitel „Alfred Depser – Zwischen Juist und Tecklenburg“ die enge Verbundenheit Depsers mit beiden Regionen in den Fokus des Betrachters, weshalb nicht nur Tecklenburger Motive Aufnahme gefunden hätten.

Das Buch ist ab sofort zum Preis von 39,80 Euro im Fachhandel zu erhalten.

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