Mi., 13.09.2017

Tecklenburg Touristik Viele Ideen – zu wenig Geld

Die Stadt und ihre Ortsteile können mit Vielem punkten: Sei es das Carportfestival in Ledde, das Stiftsmuseum in Leeden, das idyllische Brochterbeck oder die malerische Altstadt von Tecklenburg (im Uhrzeigersinn).

Die Stadt und ihre Ortsteile können mit Vielem punkten: Sei es das Carportfestival in Ledde, das Stiftsmuseum in Leeden, das idyllische Brochterbeck oder die malerische Altstadt von Tecklenburg (im Uhrzeigersinn).

Tecklenburg - 

Die Stärken Tecklenburgs Füllen eine lange Liste. Ebenso lang ist die Aufreihung der Schwächen – und daran muss gearbeitet werden. Die Geschäftsführerin der Tecklenburg Touristik GmbH, Sara Vandeck, erläuterte am Dienstagabend im Ausschuss für Umwelt, Kultur und Touristik, was ihrer Ansicht nach geändert werden muss. Und sie fand in den Lokalpolitikern ein aufmerksames Publikum.

Von Ruth Jacobus

Die Stärken der Stadt Tecklenburg füllen eine lange Liste. Ebenso lang ist die Aufreihung der Schwächen – und daran muss gearbeitet werden. Die Geschäftsführerin der Tecklenburg Touristik GmbH, Sara Vandeck, erläuterte am Dienstagabend im Ausschuss für Umwelt, Kultur und Touristik, was ihrer Ansicht nach geändert werden muss. Und sie fand in den Lokalpolitikern ein aufmerksames Publikum.

Die Fachfrau nannte zunächst Zahlen: In Tecklenburg sorgten die Gäste 2016 mit 160 261 Übernachtungen sowie 1,7 Millionen Tagesgäste für einen Gesamtumsatz in Höhe von rund 57 Millionen Euro. Größtenteils sei es der Tagestourismus, der dazu beitrage, führte Sara Vandeck aus.

Für sie und ihr Team bedeutet es viel Arbeit, Tecklenburg für Touristen immer attraktiver zu machen. Dabei geht es nicht nur um Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Es gilt, Angebote zu entwickeln, Veranstaltungen zu organisieren, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und Netzwerke mit anderen Anbietern zu pflegen. Zudem befindet sich im Haus des Gastes das zentrale Informations- und Buchungscenter. Für all diese Aufgaben stehen 2,5 Vollzeitstellen sowie Aushilfen zur Verfügung.

Das Ziel der Tecklenburg Touristik: Die Zahl der Übernachtungen deutlich zu steigern. Um das zu erreichen, muss man die Stärken und die Schwächen der Stadt kennen. Attraktive Lage, malerische Altstadt, überdurchschnittliches Kulturangebot und herausragende Wanderwege zählen unter anderem zu den positiven Seiten Tecklenburgs. Doch Sara Vandeck weiß auch, wo die Nachteile liegen.

„Ein großes Problem ist die hohe Saisonabhängigkeit. Es gibt wenig Angebote bei schlechtem Wetter.“ Bemängelt würden auch fehlende Wellness- und Gesundheitseinrichtungen, führte die Geschäftsführerin weiter aus. Das sanierungsbedürftige Kulturhaus nannte sie als weiteres Problem – das man aber lösen könne. Es fehle an Hotelkapazitäten, nicht nur im Vier-, sondern auch im Drei-Sterne-Bereich. Zudem gebe es Qualitätsdefizite in einigen Betrieben, zum Beispiel im Servicebereich. „Das ist ein großes Problem, das wir anpacken müssen.“

Vier Handlungsfelder listete Sara Vandeck auf. Da wäre zunächst die Bezeichnung „Festspielstadt“. „Da muss mehr kommen.“ Die Kultur in den vier Ortsteilen müsse gebündelt werden. „Es gibt unheimlich viele Kulturangebote“, resümierte sie. Auf dem Burggelände als Aushängeschild der Stadt müsse eine bessere Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Zum zweiten Handlungsfeld „Ein Ort zum Wohlfühlen“ gehört der Kurpark, „eine Perle, die etwas verwunschen ist“. Wellness- und Gesundheitsangebote, Wanderwegequalität statt Quantität, themenbezogene Angebote (Kräuter, Kneipp und mehr) stehen auf der Liste der Touristik.

Für das dritte Handlungsfeld, die touristische Infrastruktur, brauche man eine Qualitätsinitiative im Gastgewerbe, so Sara Vandeck. Und man müsse sich über Wohnmobilplätze Gedanken machen. Hier hatte sie ebenso weitere Anregungen wie im vierten Handlungsfeld „Marketing und Vertrieb“. Angebotserweiterungen um Komplettpakete (Übernachtung, Tickets, Führungen) gehören ebenso dazu wie ein Stadtführungsflyer. Und die Präsenz in den sozialen Medien. „Wir haben kein Facebook“, informierte die Geschäftsführerin den Ausschuss. „Für die Werbung müssen wir uns etwas Neues, Moderneres überlegen.“

Ihr Fazit: Um den Tourismus weiter auszubauen, benötige die Tecklenburg Touristik die entsprechende finanzielle Ausstattung und müsse im Stadtrat Gehör finden.

Voll des Lobes für die Arbeit der Geschäftsführerin und der Tecklenburg Touristik äußerte sich Stephan Glunz, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Um das Konzept umsetzen zu können, müsse man eventuell das Personal verstärken und Geld in die Hand nehmen. „Alles ist möglich. Sie können das entscheiden“, gab er den Ball an die Politiker. Zudem sah Glunz ein Missverhältnis in den Anteilen an der Tecklenburg Touristik. Diese hat drei Gesellschafter: die Stadt (51 Prozent), den Verkehrsverein (25 Prozent) und die Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft (24 Prozent).

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