Mi., 11.10.2017

30 Jahre Krokodiltheater Skurriles an der Kneipentheke

Zum Repertoire des Krokodiltheaters gehört auch das Stück „vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“, zauberhaft gespielt von Hendrikje Winter.

Zum Repertoire des Krokodiltheaters gehört auch das Stück „vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“, zauberhaft gespielt von Hendrikje Winter.

Tecklenburg - 

„Geschichten erzählen, dabei unterhalten und einen Tiefgang voller Fantasie für die Zuschauer und auch uns selber schaffen“, so beschreibt Hendrikje Winter ihr Faible für die Kunst auf der Bühne. Zusammen mit Max Schaetzke studierte die Künstlerin Anfang der 1980er Jahre Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, gründete 1987 das „Krokodiltheater“ in Tecklenburg. Wer genau gerechnet hat, merkt es schon: 30 Jahre ist es her, 2017 ist für die beiden ein ganz besonderes Jahr und ein Grund zum Feiern.

Von Luca Pals

Am kommenden Wochenende laden die Künstler mit den beiden Stücken „In der Bar zum Krokodil“ und „Creator – Am Gluck verschlückt“ zu ihrem Jubiläum ein. Zeitgleich ist es eine Premiere: Das Stück des gleichnamigen Liedes rund um das grüne Reptil von den „Comedian Harmonists“ hat am Freitag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr seine Uraufführung in der Remise im Haus Marck.

„Ein Abend voller Überraschungen“ – so kündigt das Künstlerduo das Stück an. Darin soll die Theke des besagten Lokals zum Dreh- und Angelpunkt für skurrile Figuren und verschiedenste Gäste werden, so die Veranstalter. Musikalisch begleitet wird das Stück von Roman Metzner am Klavier.

„Neben den einzelnen Aufführungen, die für uns immer wieder ein Highlight sind, ist es schön zu sehen, wenn die Leute von unserem Stück berührt sind und einen tieferen Sinn finden“, beschreibt es Winter. Weitere Höhepunkte waren auch Aufführungen in Mexiko, London und Ruanda. Neben ihrem Tourneetheater mit Puppen, Schatten, Bildern und Objekten gründeten beide eine feste Spielstätte in Osnabrück, legen aber seit mehren Jahren ihren Fokus auf das Tecklenburger Land: „Die Menschen hier sind freundlich und offen für Theater und neue Ideen“, schwärmen beide. Verändert habe sich das Theater immer, Aktualität und Werte verliere es dabei aber nie aus den Augen: Haltung zeigen, den Raum für Träume geben und Neugierde an einem offenen Theater für alle Menschen, so formulieren es die Beiden.

So wird es auch am Samstag, 14. Oktober, um 20 Uhr sein. Dann geht es für die Zuschauer erneut in die Bar zum Krokodil, einen Tag später führt „Creator – Am Gluck verschlückt“ die Gäste in „surreale Welten“ und „kollektive Utopien“. Schaetzke greift voraus: „Auch hierbei werden die Zuschauer wieder mit den Künstlern eine Bindung aufnehmen, sie sollen einbezogen werden und es ist spannend zu sehen, was dabei mit den Leuten passiert.“ Ganz besonders: Spiel, Bau und Konzept stammen im Rahmen ihres Bachelorabschlusses aus der Feder von Paula Zweiböhmer, die mit der Aufführung ihre Prüfung ablegen wird. Alle drei Veranstaltungen werden in der Remise des Haus Marck stattfinden – der Ort soll nach Wunsch des Duos zum festen Platz für das Abendprogramm in Tecklenburg werden.

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Laut Veranstalter ist die Aufführung am Freitag ausverkauft, für den Tag danach sind noch Karten an der Abendkasse oder unter ' 0 54 82/77 20 sowie per E-Mail unter info@krokodiltheater.de zu reservieren. Die Karten kosten 20 Euro, Schüler und Studenten bezahlen zu ermäßigten Konditionen 16 Euro. Auch für Sonntag sind noch Karten zu bekommen, an der Abendkasse für 14, ermäßigt für zehn Euro.

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