Geschichts- und Heimatverein sucht neuen Fläche
Letztes Osterfeuer im Handal

Tecklenburg -

Das 31. Osterfeuer am Handal wird zugleich das letzte sein. Im nächsten Jahr soll auf der Freifläche am Waldfreibad eine Kindertagesstätte eröffnet werden. Das hat sich herumgesprochen. „Rückfragen kommen inzwischen nicht nur aus dem Tecklenburger Umland, sondern sogar aus Stuttgart, Hamburg, Köln und Wilhelmshaven, wo Familien darauf warten, das Tecklenburger Osterfeuer als Anlass für einen Besuch bei Freunden oder Verwandten fest einzuplanen“, berichtet Frank Bosse, Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins.

Dienstag, 13.03.2018, 22:03 Uhr

Auf der Freifläche am Waldfreibad wird am Ostersonntag zum letzten Mal ein Feuer entzündet. Im nächsten Jahr soll dort eine Kindertagesstätte eröffnet werden.
Auf der Freifläche am Waldfreibad wird am Ostersonntag zum letzten Mal ein Feuer entzündet. Im nächsten Jahr soll dort eine Kindertagesstätte eröffnet werden. Foto: Frank Bosse

Für alle Freunde des Tecklenburger zentralen Osterfeuers hat der Verein als Veranstalter die gute Nachricht parat, dass am Ostersonntag, 1. April, noch einmal ein Osterfeuer am Handal entzündet wird. „Mit Unterstützung des Bürgermeisters und der Verwaltung sind die Heimatfreunde auf der Suche nach einem neuen geeigneten Platz ab dem nächsten Jahr“, so Bosse weiter.

Entzündet wird das Feuer um 19.30 Uhr. Zuvor wird eine ökumenische Andacht in der evangelischen Stadtkirche angeboten. Danach werden die von privater Hand gespendeten 100 Fackeln ausgeteilt und an der Osterkerze angezündet.

Über den Sonnenweg führt der romantische Fackelzug durch den Kurpark und dann zum aufgeschichteten Holzstoß auf der Wiese vor dem Waldfreibad, wo gemeinsam das Feuer entzündet wird. Wie immer werden dann an Klein und Groß auch wieder 300 Ostereier verteilt, die der Geschichts- und Heimatverein (GHV) spendet. Für Getränke und auch das leibliche Wohl ist mit einem Imbiss- und Getränkestand gesorgt. Die Tecklenburger Bevölkerung und darüber hinaus alle Gäste sind dazu vom GHV eingeladen.

Ein zentrales Osterfeuer ist in Tecklenburg schon spätestens seit dem 18. Jahrhundert belegbar, weiß Frank Bosse. In guter Erinnerung sei unter anderem die Geschichte von 1852/53, als Kommerzienrat Meese 200 Taler für Holz, für die Kinder je zwei Eier und Zwieback und für die Lehrer je eine Flasche Bier stiftete und daraufhin Hauptlehrer Gummert zusammen mit Pastor Heinrich von der Becke die Osterbotschaft am Osterfeuer verkündete. An die beiden erinnern ein Straßenname beziehungsweise der Name der evangelischen Bildungsstätte im Sonnenwinkel.

„Die Orte für das Osterfeuer wechselten vom Kahlen Berg, auf dem einst eine Bockwindmühle stand und der schon im Urkataster von 1828 so bezeichnet ist, Ende der 1950er Jahre auf den zweiten Burghof, dann auf Privatinitiative in „Howes Obstgarten“ am Hofbauers Kamp und endlich im Jahr 1988 an den Handal“, blickt Bosse zurück in die Geschichte.

Seit nunmehr zehn Jahren bilden die von den Pfadfindern eingesammelten Weihnachtsbäume den Grundstock für das Osterfeuer. Sie sind gut durchgetrocknet und brennen mit hoch auflodernder Flamme sehr schnell ab. Damit und durch die gleichzeitige Verringerung der Anzahl privater Feuer wird die Umweltbelastung auf ein erträgliches Maß reduziert, was sich Stadt und Geschichts- und Heimatverein gemeinsam wünschen.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5588800?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Abi-Ball: Der krönende Abschluss
Nachrichten-Ticker