Parkplätze für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung
Luftgeschoss oder Howesträßchen?

Tecklenburg -

Das „Luftgeschoss“ unter der Kreisverwaltung als Parkplatz für deren Mitarbeiter. Das sieht nicht nur die Stadtverwaltung kritisch. Auch in den Ratsfraktionen kommt keine Begeisterung auf – und man macht sich Gedanken über Alternativen. Dabei ist es keine Frage, dass weitere Stellplätze für die Kreis-Bediensteten notwendig sind. Die CDU-Fraktion hat deshalb einen Vorschlag erarbeitet und bringt den Parkplatz Howesträßchen neben der Hauptschule ins Gespräch.

Montag, 14.05.2018, 20:05 Uhr

Viel freie Fläche gibt es wochentags auf dem Parkplatz am Howesträßchen (großes Bild). Dort könnten Kreisbedienstete ihre Fahrzeuge abstellen statt im Luftgeschoss der Kreisverwaltung.
Viel freie Fläche gibt es wochentags auf dem Parkplatz am Howesträßchen (großes Bild). Dort könnten Kreisbedienstete ihre Fahrzeuge abstellen statt im Luftgeschoss der Kreisverwaltung. Foto: Ruth Jacobus

Wie bereits ausführlich berichtet, möchte der Kreis 33 Stellplätze im Luftgeschoss einrichten. „Dieser Gedanke widerspricht dem Charakter des Luftgeschosses und behindert Einwohner und Gäste Tecklenburgs in der Möglichkeit, die Altstadt zu betrachten“, schreibt die CDU-Fraktion in ihrem Antrag an die Stadt. Sie möchte stattdessen 35 Stellflächen auf dem Parkplatz Howesträßchen kostenlos zur Verfügung stellen. Allerdings nur von montags bis freitags von 6.30 bis 18.30 Uhr. „An Feiertagen, am Wochenende und außerhalb der Geschäftszeiten des Kreises kann der Parkplatz vollständig bewirtschaftet werden. Entsprechende Parkausweise, idealerweise fahrzeugbezogen, können durch die Stadt ausgegeben werden“, heißt es weiter in dem Schreiben der CDU-Fraktion.

Wochentags wird der Parkplatz von Lehrkräften der Haupt- und der Gesamtschule genutzt und bei weitem nicht komplett belegt.

Wie Bürgermeister Stefan Streit in der jüngsten Sitzung des Stadtrates am 25. April berichtet hatte, ist es der Stadt Tecklenburg nicht möglich, dem Kreis die Einrichtung der Plätze im Luftgeschoss zu untersagen. Doch man hofft auf Kompromissbereitschaft.

FDP-Ratsfrau Anke Dahms hat inzwischen Kontakt zur Kreisverwaltung und zum Landrat aufgenommen. Mit Vertretern aus Steinfurt, der Tecklenburger Ratsfraktionen und dem Bürgermeister wolle man sich zusammensetzen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden, berichtet Anke Dahms.

Mittlerweile ist das Luftgeschoss komplett durch einen Bauzaun verschlossen. Der Grund liegt aber nicht darin, dass der Kreis bereits Markierungen für Parkflächen anbringen lassen will. Zunächst sind Sanierungsarbeiten vorgesehen.

Der Haupteingang zu Kreishaus und Rathaus kann bis voraussichtlich Juli nicht genutzt werden. Der Zugang zu beiden Verwaltungen ist über den Nebeneingang im Innenhof gewährleistet.

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