Tecklenburg

Do., 02.09.2010

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Blick durch die Linse wird nicht getrübt

Bürgermeister Stefan Streit überreichte Wieland Fortmeyer die Wärmebildkamera, die bei der Menschenrettung hilfreich ist.

Tecklenburg - Nach einigen anstrengenden Stunden für die Feuerwehr der Stadt Tecklenburg aufgrund der Wetterlage in der vergangenen Woche wurde der Samstagabend ausgiebig zur Entspannung genutzt. Das Stadtfeuerwehrfest war eigentlich als krönender Abschluss der verschobenen öffentlichen Herbstübung der Wehr in Leeden bei ATL (Amazone Technik Leeden) gedacht. Aber nachdem ein Zug der Tecklenburger Wehr samstags nach Ochtrup zur Ablösung der dortigen Kräfte gerufen worden war, wurde das Motto des Abends schnell geändert und die zuletzt reichlich geforderten Einsatzkräfte durften nach Herzenslust feiern.

Neben den Aktiven der Feuerwehr waren selbstverständlich auch die Kameraden der Ehrenabteilung im Gerätehaus des Löschzuges Brochterbeck anwesend. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt im frisch gewienerten Feuerwehrhaus.

Da die Feuerwehrmänner und -frauen so zahlreich anwesend waren, nutzte Bürgermeister Stefan Streit die Gunst der Stunde, um der versammelten Wehr Dank und Anerkennung auch im Namen der zahlreich anwesenden Ratsmitglieder auszusprechen. Als besonderer Höhepunkt des Abends wurde dann die neue Wärmebildkamera an die Feuerwehr Tecklenburg übergeben. Sie wurde mit Mitteln des Konjunkturpaketes II beschafft.

Die Kamera hilft ab sofort vor allem dem zuerst vorgehenden Angriffstrupp, um vermisste Personen in stark verrauchten beziehungsweise brennenden Gebäuden aufzufinden.

Einsatzstatistiken belegen, dass vermisste Personen aufgrund der besseren Orientierung in diesen sonst undurchsichtigen Bereichen zwei- bis dreimal so schnell gefunden und ins Freie gebracht werden können. Dies ist für alle Betroffenen ein großer Vorteil, denn schon zwei Atemzüge des giftigen Rauches können zu Bewusstlosigkeit und Tod führen.

Die Wärmebildkamera arbeitet im Infrarot-Bereich und macht Wärmestrahlung, wie sie zum Beispiel von menschlichen Körpern oder Flammen ausgeht, sichtbar. Die Infrarot-Strahlung wird durch Brandrauch nicht getrübt und ermöglicht so dem vorgehenden Angriffstrupp einen guten Überblick über den vor ihm liegenden Raum.

Der Wehrführer Wieland Fortmeyer bedankte sich im Namen der Kameradinnen und Kameraden und auch der Einwohner Tecklenburgs für dieses neue Einsatzmittel bei Bürgermeister, Rat und Verwaltung. Anschließend feierten alle noch ausgiebig bis in die Morgenstunden und tauschten Einrücke der vergangenen Tage aus.


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