Tecklenburg
So., 29.08.2010
Kompetent und sehr engagiert
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Tecklenburg - Wenn heute wieder Leben einkehrt in das Graf-Adolf-Gymnasium und die Schülerinnen und Schüler gut erholt in ihre Klassen strömen, beginnt für sie der erste Schultag nach den Sommerferien. Das Kollegium des GAG hat den ersten Arbeitstag längst hinter sich, Stundenpläne erstellt, den Unterricht vorbereitet - und die neue stellvertretende Schulleiterin in dieser Position begrüßt: Kerstin Plikat-Schlingmann.
Auf der eröffnenden Lehrerkonferenz des Gymnasiums Tecklenburg erhielt die Studiendirektorin am vergangenen Freitag offiziell die Beauftragung zur Übernahme des Amtes der stellvertretenden Schulleiterin. Sie löst damit den in den Ruhestand gehenden Studiendirektor Arnold Brämswig ab.
Schulleiter Hans-Raimund Pfohl eröffnete die Konferenz, erfreut über die Entscheidung der Bezirksregierung für die seit vielen Jahren am GAG tätige Pädagogin.
Für die feierliche Amtseinführung und Übergabe der Beauftragungsurkunde war Dr. Ulrich Hillebrand, Leitender Regierungsschuldirektor in der Bezirksregierung, eigens aus Münster gekommen. Er betonte in seiner Ansprache die allgemein hohe Wertschätzung, die Kerstin Plikat-Schlingmann auf Grund ihrer kompetenten Lehrtätigkeit in den Fächern Englisch und Pädagogik und ihrer seit 2005 wahrgenommenen Leitungsfunktion als Studiendirektorin in der Koordination der Mittelstufe am GAG genießt. Auch im Rahmen ihrer Tätigkeit in verschiedenen Fortbildungsseminaren der Bezirksregierung Münster hat sie sich in den Bereichen der individuellen Förderung und der Schulprofilentwicklung engagiert.
Kerstin Plikat-Schlingmann unterrichtet bereits seit 1980 am Graf-Adolf-Gymnasium und steht hier federführend für zahlreiche pädagogische und fachspezifische Veränderungen. So entwickelte sie bereits am Ende der 1980er Jahre für die Klassenstufen 5 und 6 ein Konzept des individuellen Methodenlernens: LoLa („Lernen ohne Last“) entsprach bereits der damals sich neu entwickelnden Erkenntnis, dass Vorkenntnisse und Lernverhalten am Beginn der Gymnasialzeit sehr variieren können. „Meine Erfahrungen in der Erprobungsstufe haben mir damals schon gezeigt, dass die Kinder sehr unterschiedliche Voraussetzungen, Erwartungen und Ängste mitbringen. Daraus schloss ich, dass Gymnasien in besonderer Weise den Auftrag haben, Schülern eigenständiges Lernen zu vermitteln“.
Auf dieser Basis war sie beteiligt an der Konzeption der „Methodenhefte“ für alle Jahrgangsstufen des Graf-Adolf-Gymnasiums: Drei stufenorientierten Info-Heften, die Schülerinnen und Schülern fachspezifische Lernmethoden näher bringen. Dieses Konzept erhielt 2006 den Schulpreis der Landeselternschaft NRW, übergeben von der Ministerin für Schule und Weiterbildung.
Auch neue Perspektiven zur Weiterentwicklung des Graf-Adolf-Gymnasiums als „UNESCO-Projektschule“ hat Kerstin Plikat-Schlingmann seit 2006 verantwortlich mit entwickelt.
Sie möchte mit ihrem sehr zugewandten pädagogischen und menschlichen Engagement „diese Schule in den nächsten Jahren weiterentwickeln, in denen Gymnasien vor schwierigen aber auch und attraktiven Herausforderungen stehen“.
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