Tecklenburg

Mi., 24.02.2010

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Solide und vernünftig

So langsam lichtet sich der Nebel. Zwar steht noch nicht fest, welche Planvariante für den Chalonnes-Platz zum Tragen kommt, aber es soll auf jeden Fall eine solide Lösung sein und kein Flickwerk.Foto: (Ulla Wolanewitz)
Von Ruth Jacobus

Tecklenburg - Flickwerk soll es nicht geben auf dem Chalonnes-Platz. Da sind sich - fast - alle einig. Sowohl CDU als auch SPD und FDP sprachen sich am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss dafür aus, den Platz im Vollausbau zu sanieren und eine Buswendeanlage einzurichten. Lediglich die Grünen setzen - aus Kostengründen - nur auf eine Erneuerung der durch den Winter arg in Mitleidenschaft gezogenen Asphaltdecken. Die Stadtverwaltung wird nun aus sechs Alternativen drei Vorschläge erarbeiten, über die dann der Stadtrat zu entscheiden hat.

„Es ist Eile geboten“, machte Bürgermeister Stefan Streit deutlich. Schließlich steht mit Frühling und Sommer auch wieder die Tourismus-Saison bevor. Grundsätzlich wolle man den Busverkehr in den vorderen Teil des Platzes verlagern. Buswendeplatz, vier Busparkplätze und 20 Pkw-Stellplätze mehr als bislang sollen entstehen.

Die Planvarianten kosten zwischen 182 000 und 42 500 Euro. Favorit der Stadtverwaltung: Buswendeanlage mit vier Busparkplätzen im Vollausbau sowie eine Erneuerung Einstreudecke) und Neugestaltung der gesamten Parkplatzfläche für 162 500 Euro. Bauamtsleiter Heinz-Jürgen Zirbes bezeichnete diese Lösung als „höchst dauerhaft“. Zudem habe man die Möglichkeit, das noch dort liegende Blaubasaltpflaster, über 1000 Quadratmeter, zu verkaufen. Als realistischen Preis nannte er 10 000 bis 15 000 Euro.

Wird der Platz so umgestaltet, dass bis zu 20 zusätzliche Pkw-Stellflächen entstehen, können 71 277 Euro aus den Rücklagemitteln aus Stellplatzablösungen mit eingesetzt werden. Das ist aber nicht möglich, wenn nur die asphaltierten Flächen saniert werden.

„Es soll eine solide Lösung sein und vernünftig werden“, sprach sich Wolfgang Rath (CDU) für die von der Verwaltung favorisierte Lösung aus. Auch Klaus Holthaus (SPD) setzt auf eine vernünftige Sanierung. Darin waren sie sich einig mit Lars Menebröcker (FDP), der ebenfalls eine nachhaltige Lösung bevorzugt.

Marielies Saatkamp (Grüne) sprach sich dagegen für eine der preiswerteren Varianten aus (nur Erneuerung der Asphaltflächen). „Es fehlt an allen Ecken und Enden an Geld“, argumentierte sie und fügte hinzu, dass das Pflaster noch „supergut“ sei. Es sei unlogisch, gerade dieses Pflaster aufzunehmen“, fügte ihre Fraktionskollegin Karin Flöttmann hinzu.

Angesprochen wurden auch die Anlieger des Chalonnes-Platzes, die besonders sommertags von den Motorengeräuschen beziehungsweise Abgasen der Busse nicht verschont bleiben. In der Umgestaltung des Platzes sieht Wolfgang Rath hier durchaus eine Verbesserung der Situation - die sich allerdings für Karin Flöttmann nicht erschließt. Marielies Saatkamp regte an dafür zu sorgen, dass die Busse dort nicht mehr mit laufenden Motoren stehen.

Als nächstes Gremium befasst sich am 9. März der Stadtrat mit dem Thema.


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