„Jäger des Vergessenen“

Di., 24.01.2012

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„Jäger des Vergessenen“ besuchen die Synagoge in Osnabrück

„Jäger des Vergessenen“ : „Jäger des Vergessenen“ besuchen die Synagoge in Osnabrück

Um sich über das heutige Leben der Juden in Deutschland zu informieren besuchten die „Jäger des Vergessenen“ mit Jugendpfleger Thomas Brümmer (links) die Synagoge in Osnabrück. Foto: privat

Westerkappeln - 

Auf eine besondere Suche machten sich jetzt die „Jäger des Vergessenen“. Die Jugendlichen von der Teestube Velpe besuchten die Synagoge in Osnabrück. Für ihren multimedialen GPS-Geschichtspfad entlang der zivilcouragierten Geschichte Westerkappelns fehlt nur noch der Feinschliff.


Auf eine besondere Suche machten sich jetzt die „Jäger des Vergessenen“. Die Jugendlichen von der Teestube Velpe besuchten die Synagoge in Osnabrück. Sie wollten sich laut Mitteilung über das heutige Leben der jüdischen Gemeinde informieren, aber auch darüber, was eine Synagoge ausmacht.

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Anlass für den Besuch war, dass es bis in die 1920er Jahre auch in Westerkappeln eine Synagoge gab. Der ehemalige Standort soll auch eine Station auf der Geocachingroute sein, die die Jugendlichen vorbereiten.

Die Westerkappelner Synagoge wurde wegen der kleiner werdenden jüdischen Gemeinde und den Kosten aufgegeben. Die Synagoge in Osnabrück sei dagegen von den Nazis zerstört worden. Die neue Synagoge befindet sich an einem anderen Standort.

Bevor die Jugendlichen die Synagoge betreten durften, mussten die Jungen die Kippa aufsetzen – eine vornehmlich in Ausübung der Religion gebräuchliche Kopfbedeckung männlicher Juden.

Lea Moor von der jüdischen Gemeinde Osnabrück hatte den Jugendlichen viel zu erzählen. Sie zeigte ihnen auch die Tora, die Schriftrolle der Juden. Interessiert lauschten die Jäger den Erklärungen von Lea Moor. Dann wurde die Videokamera ausgepackt und es wurde fleißig gefilmt.

Denn schließlich soll für den multimedialen GPS-Geschichtspfad entlang der zivilcouragierten Geschichte Westerkappelns auch ein Videoclip entstehen, den die Nutzer sich auf ihren Smartphones angucken können. „Im Moment haben wir sieben Stationen fertig, jetzt fehlt noch der Feinschliff und ein paar Rätsel müssen noch ausgetüftelt werden“, berichtet Jugendpfleger Thomas Brümmer.

Also dauert es nicht mehr all zu lange, bis die Westerkappelner selber auf Spurensuche gehen können.


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