Ergebnis der Haushaltsbefragung
Di., 21.02.2012
Einkauf überwiegend Frauensache
Westerkappeln -
In Westerkappeln ist der Einkauf Frauensache; nicht immer, aber meistens. Das ist nur eines von vielen Ergebnissen der Haushaltsbefragung, die jetzt vorgestellt wurden.
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Danach werden in mehr als der Hälfte aller Haushalte – 1023 von 5570 haben geantwortet – Einkäufe allein von den Frauen erledigt. In immerhin 37,5 Prozent der Haushalte gehen auch die Männer miteinkaufen. Nur in 10,2 Prozent der Fälle kümmern sich ausschließlich die Männer um die Besorgungen – vielleicht auch deshalb, weil es gar keine Frau im Haushalt gibt.
Von den im vergangenen Jahr zum Erhebungszeitraum registrierten 11 196 Einwohnern haben – wie berichtet – immerhin 2673 (=23,9 Prozent) auf die Befragung geantwortet. Die Ergebnisse sind damit laut Dr. Thomas Schwarze vom Büro bds Towns in Münster repräsentativ.
Die Auswertung des dicken Datenpakets lässt nicht nur Rückschlüsse auf das Einkaufsverhalten der Westerkappelner zu, sondern bietet auch einen interessanten Einblick in die Bevölkerungsstruktur.
Die absolute Mehrheit der Westerkappelner, nämlich 56,1 Prozent, lebt danach seit mehr als 25 Jahren in der Gemeinde, 16,2 Prozent weniger als ein Jahrzehnt.
In den eigenen vier Wänden wohnen fast Dreiviertel (73,3 Prozent) der Einwohner. Die meisten Westerkappelner (56,4 Prozent) bevorzugen – für den ländlichen Raum wenig überraschend – dabei ein Einfamilienhaus, 6,5 Prozent haben eine Doppelhaushälfte bezogen. Knapp zehn Prozent leben auf einer Hofstelle, gut jeder Vierte in einem Mehrfamilienhaus. 0,2 Prozent der Bevölkerung verbringen ihren Lebensabend in einer Senioreneinrichtung.
Der Großteil der Westerkappelner wohnt zu Zweit (41,2 Prozent). Der Anteil der Singlehaushalte beträgt 15,3 Prozent. Die übrigen Haushaltsgrößen: drei Personen = 15,5 Prozent, vier Personen = 20,8 Prozent, fünf Personen = 5,2 Prozent. In knapp zwei Prozent der Haushalte leben sogar mehr als fünf Menschen.
Auch zur Mobilität gibt die Haushaltsbefragung Auskunft. In nur 5,6 Prozent der Haushalte gibt es kein Auto, fast die Hälfte aller Haushalte (47,4 Prozent) hat ein Auto. Drei oder sogar mehr Pkw stehen bei 8,4 Prozent der Haushalte auf dem Hof oder in der Garage. Bei diesem Grad der Motorisierung wundert es nicht, dass über 90 Prozent der Bürger ihre Einkäufe mit dem Auto erledigen.
Westerkappeln ist zwar eine ländliche Gemeinde. Als Bauern verdienen aber nur die Wenigsten ihre Brötchen: Gerade einmal 1,4 Prozent der Befragten haben sich als Landwirte zu erkennen gegeben. Die größte Berufsgruppe stellen mit 38,6 Prozent die Angestellten und Beamten, dicht gefolgt von den Rentner und Pensionären mit 33,5 Prozent. Als Arbeiter bezeichnen sich 17 Prozent, acht Prozent sorgen als Freiberufler und Selbstständige für ihren Lebensunterhalt.
Auch nach ihren finanziellen Möglichkeiten wurden die Bürger gefragt: 0,9 Prozent der Leute haben danach im Monat nicht einmal 100 Euro für den Konsum zur Verfügung. Allerdings gilt dabei zu bedenken, dass auch Kinder den Fragebogen ausfüllen konnten.
Fast 40 Prozent der Einwohner können zwischen 250 und 750 Euro im Monat ausgeben, beachtliche 7,2 Prozent haben mehr als 2500 Euro für Konsumzwecke übrig.
Ob die Leute das Geld auch wirklich ausgeben, steht auf einem anderen Blatt. Nur 4,2 Prozent der Befragten hat erklärt, für mehr als 1000 Euro im Monat einzukaufen. Gut die Hälfte (52,5 Prozent) gibt monatlich zwischen 250 und 500 Euro aus.
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