Wetter
Mo., 06.02.2012
Probleme für die Binnenschifffahrt: Das Eis wächst von Osten
Von Bramsche bis Bergeshövede ist der Mittellandkanal noch für Schiffe befahrbar. Die Fahrrine muss allerdings von Eisbrechern freigehalten werden.
Westerkappeln - Die frostigen Temperaturen scheren die Autofahrer derzeit wenig, liegt in der Region doch kein Schnee. Die Binnenschiffer hoffen dagegen innigst auf Tauwetter, denn sie frieren sonst fest.
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Der Mittellandkanal, der das Westerkappelner Gemeindegebiet auf einer Länge von etwa sieben Kilometern kreuzt, ist bereits ziemlich zugefroren. Eisbrecher sind im Dauereinsatz unterwegs, um eine Fahrrinne freizuhalten.
Wie lange dies noch gelingt, ist fraglich. „Wenn das so weitergeht, werden wir den Mittellandkanal zum Wochenende ganz sperren müssen“, sagte Henning Buchholz, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Minden, mit Blick auf die Wetteraussichten der kommenden Tage.
Für den Stichkanal nach Osnabrück hat das WSA bereits am Montag die Sperrung verfügt. Dort sei kein Verkehr mehr möglich, betonte Buchholz. „Das Problem sind vor allem die Schleusen.“ Die Anlagen ließen sich nicht mehr richtig bewegen.
Die Eisstärke nimmt von Osten her zu. Im Verlauf des Montags sollte auch der Abschnitt Wolfsburg-Magdeburg gesperrt werden. Die letzten Schiffe würden – von Eisbrechern unterstützt – im Konvoi herausgeführt, erläuterte der WSA-Leiter.
Ab etwa 20 Zentimeter Dicke des Eises geht für die Schifffahrt gar nichts mehr. „Das Eis ist in diesem Jahr auch besonders hart“, betonte Buchholz. Dies liege zum einen am strengen Frost und zum anderen daran, dass die Temperaturen relativ schnell tief gefallen seien.
„Das geht aufs Material“
„Das geht aufs Material“, sagte Henning Buchholz weiter. Und so machten Schiffer, die noch fahren könnten, oft lieber fest, weil die Schiffe sonst Leck zu schlagen drohen oder die Ruderanlage beschädigt werden könnten.
Auch wenn das Eis mittlerweile zwei Handbreit dick ist, warnt die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte vor dem Betreten des Kanals. Besonders im Bereich der gebrochenen Fahrrinne sei eine zwischenzeitlich geschlossene Eisdecke wesentlich dünner als das Eis am Gewässerrand.