Di., 24.09.2013

Bewegender Gottesdienst in der Stadtkirche „Spuren hinterlassen“

Freunde geworden sind mittlerweile: Aimee Hoaeb und Elias Richter aus Namibia mit Pfarrerin Angelika Oberbeckmann, Eva Heuschen, Pfarrer Dr. Reinhold Hemker, Linda Kellermeyer Pfarrer Olaf Maeder und Hannes Bierwirth.

Freunde geworden sind mittlerweile: Aimee Hoaeb und Elias Richter aus Namibia mit Pfarrerin Angelika Oberbeckmann, Eva Heuschen, Pfarrer Dr. Reinhold Hemker, Linda Kellermeyer Pfarrer Olaf Maeder und Hannes Bierwirth. Foto: Karin C. Punghorst

Westerkappeln - 

„Spuren hinterlassen“ lautete das Thema eines bewegenden Gottesdienstes in der Stadtkirche Westerkappeln, zu dem auch Gäste aus Namibia begrüßt wurden.

Von Karin C. Punghorst

Im evangelischen Kirchenkreis Tecklenburger Land sind zurzeit zwei junge Männer aus Namibia zu Gast: Elias Richter und Aimee Hoaeb. In einem außergewöhnlichen Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Westerkappelner Stadtkirche haben sich die beiden vorgestellt.

Besonders und bewegend war der Gottesdienst einmal mehr, weil die Brassband des Kirchenkreises die Musik beigesteuert hat. Pastor Dr. Reinhold Hemker berichtete zudem von der kürzlich stattgefundenen Reise der Brassband nach Namibia.

„Alle Eure Sorge werft auf ihn. Denn er sorgt für Euch!“ Unter dieses Wort des Apostels Paulus stellte Hemker zu Beginn den Gottesdienst. Die Menschen in Namibia sind oftmals mit anderen Nöten konfrontiert als die Menschen in Westerkappeln und Deutschland. Das Thema Armut griffen denn auch die beiden jungen Frauen auf, die kürzlich mit Hemker und anderen Verantwortlichen des Kirchenkreises in Namibia waren. Bei Linda Kellermeyer aus Westerkappeln und Studentin Eva Heuschen haben die beobachteten und erfahrenen Alltagsherausforderungen in Namibia Spuren hinterlassen. Das war den beiden Frauen anzumerken, als sie zur Gemeinde sprachen.

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»Liebe fällt nicht von Himmel, sondern entsteht durch Begegnung«

Pastor Dr. Reinhold Hemker

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„Spuren hinterlassen“, war ein weiterer Gedanke, den Hemker in den Gottesdienst einbrachte. Das wurde besonders anschaulich als er einen geschnitzten Spazierstock aus Namibia zeigte. Dieser Stock sei in Namibia wohl nicht einmal besonders wertvoll und wegen etwaiger Mängel wohl kaum zum Verkauf geeignet. Für Hemker birgt der Stock aber einen besonderen Wert. „Das Kunstwerk“ gehört zu der Geschichte der Spuren seines Lebens.

Wichtig ist dem Geistlichen das Miteinander und die Gemeinschaft. „Liebe fällt nicht von Himmel, sondern entsteht durch Begegnung.“

Den beiden jungen Männern aus Namibia war anzumerken, dass sie aufgeregt waren. „My heart ist pumping“, sagte Elias Richter ins Mikrofon. Doch er stellte sich souverän der Herausforderung und erzählte, wie lecker das Essen und wie schön die Landschaft in Deutschland für ihn sind.

Zu den bewegenden Wortmeldungen des Gottesdienstes kamen die besonderen musikalischen Beiträge hinzu. „Nun danket alle Gott“ intonierten die Musiker feierlich. Bei dem Stück „We are marching in the life of god“ kamen einige der Aufforderung Hemkers nach und bewegen sich klatschend und rhythmisch zum Takt durch die Kirche. Ein Hauch der Stimmung namibianischer Gottesdienstes wehte durch die Stadtkirche.

Die Brassband spielte unter der Leitung von Niklas Schulte, der Martin Ufermann vertrat, weil ein probenreiches Chorwochenende für den Kreismusikdirektor auf dem Programm stand. Bläser und Dirigent zeigten eindrucksvoll ihr Können bei einem schwungvollen Potpourri deutscher Kinderlieder. Das Medley hatte während der Reise durch Namibia begeisterte Zuhörer gefunden. Den eindrucksvollen Schlussakkord setzte eine Passage aus der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel.

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