Di., 26.04.2016

Intergalaktischer Saisonauftakt auf dem Kulturhof Wilder Parforceritt durchs Weltall

Musizieren in allen Lebenslagen  hatte sich das Berliner Trio „BEM!“ mit Miriam Dirr, Benjamin König und Enno Kraus (von links) auf die Fahne geschrieben.

Musizieren in allen Lebenslagen  hatte sich das Berliner Trio „BEM!“ mit Miriam Dirr, Benjamin König und Enno Kraus (von links) auf die Fahne geschrieben. Foto: Dietlind Ellerich

Westerkappeln - 

„Beam me up, BEM!“ Mit einem intergalaktischen Auftakt starteten Barbara und Raimund Beckmann und ihr Team am Sonntagabend auf dem Kulturhof Westerbeck in die Veranstaltungssaison 2016.

Von Dietlind Ellerich

Beam me up, BEM!“ Mit einem intergalaktischen Auftakt starteten Barbara und Raimund Beckmann und ihr Team am Sonntagabend auf dem Kulturhof Westerbeck in die Veranstaltungssaison 2016. Zu Gast war das Berliner Trio „BEM!“ mit Benjamin König an der Tuba, Enno Kraus am Flügel und Miriam Dirr am Saxophon, die bereits im Juli 2015 mit einer frivolen und schrägen Show im Galerie-Café begeistert hatten.

Nun waren die drei Musiker also auf Weltraummission und wie einst das Raumschiff Enterprise in den unendlichen Weiten des Alls unterwegs. Doch egal ob sich von selbst öffnende Türen oder Telefongespräche via Bildschirm, was vor einem halben Jahrhundert zu Hochzeiten der Fernsehserie um Captain Kirk, Mr. Spock & Co. noch Zukunftsmusik war, ist heute längst überholt oder Alltag, und so mussten die Entertainer in den schrillen Outfits unter der Regie von Gregor Mönter tief in die Trickkiste greifen, um ihr Publikum mit in ihre Welt jenseits unseres Sonnensystems zu nehmen.

Die Crew mit Käptn Mörk (Dirr), Butschakka (König) und Leutnant E (Kraus) geht auf musikalische Mission und durchkreuzt mit Warpgeschwindigkeit die unendlichen Weiten des Alls, um ein geheimnisvolles Artefakt aufzuspüren, dem sagenhafte Kräfte nachgesagt werden.

Das tun die schauspielernden Musiker bis auf Quäk-, Quietsch- und Grummellaute wortlos, dafür mit jeder Menge Mimik und Gestik sowie mit einem wilden Parforceritt nicht nur auf und hinter der Bühne, sondern durch das gesamte, durch einige Rückbauten größer und luftiger gewordene Café, vor allem aber mit ihren Musikinstrumenten, auf denen sie sich in allen Lebenslagen und auch kurz vor dem scheinbaren Exitus durch ihre ganz individuelle Weltraumhitparade spielen.

Dass die Titelmelodie der Enterprise unterwegs eine tragende Rolle spielt, sich als roter Faden durch die Show zieht, versteht sich von selbst. Aber auch Wiegenlied, Walzer oder Zarathustra lassen grüßen und sorgen für klangvolle Intermezzi, die den Café-Gästen das eine oder andere Erfolgserlebnis im Rahmen eines Formats à la „Erkennen sie die Melodie“ beschert.

Nicht alle Besucher im ausverkauften Galerie-Café ließen sich von dem Ausflug in die unendlichen Weiten des Weltalls mitreißen, freuten sich stattdessen schon einmal auf das afrikanische Spektakel des kommenden Wochenendes. Das Gros des Publikums aber und besonders Hofherr Beckmann konnten von der schrillen musikalischen Komödie auch nach dem intergalaktischen Happy End nicht genug bekommen und forderten unerbittlich Zugaben ein, die die Musiker, die tatsächlich auch sprechen können, natürlich in petto hatten.

Am Sonntag, 1. Mai geht es weiter mit dem Gesamtpaket der offiziellen Eröffnung der Kulturhofsaison in Westerbeck in Kombination mit einem Geburtstags-Special zum 90. von Hof-Unikum Tom Blomefield inklusive Vernissage, Lichtbildervortrag und Trommler-Ensemble.

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