Do., 14.01.2016

Klimaschutzpreis für Naturschutzjugend „Höchste Wertschätzung verdient“

Den 13. und wohl letzten RWE-Klimaschutzpreis, der in der Gemeinde Westerkappeln vergeben wird, erhielt jetzt die AG Naturschutzjugend der ANTL. Von links: Thomas Jablonski (RWE-Kommunalbetreuer), Emma Wiebrock (AG), Friedhelm Wilbrandt (Umweltbeauftragter), Greta und Peter Herschlein, Friedhelm Scheel, Eric Kenkel, Ernesto Wiebrock und Malte Schäper (alle AG).

Den 13. und wohl letzten RWE-Klimaschutzpreis, der in der Gemeinde Westerkappeln vergeben wird, erhielt jetzt die AG Naturschutzjugend der ANTL. Von links: Thomas Jablonski (RWE-Kommunalbetreuer), Emma Wiebrock (AG), Friedhelm Wilbrandt (Umweltbeauftragter), Greta und Peter Herschlein, Friedhelm Scheel, Eric Kenkel, Ernesto Wiebrock und Malte Schäper (alle AG). Foto: Ulrike Havermeyer

Westerkappeln - 

Samstags um 7.30 Uhr: Raus aus den Federn und ab zum Arbeitseinsatz in die Streuobstwiese oder zum Wallhecken schneiden. Der dreizehnte - und wegen der Gründung der Stadtwerke Tecklenburger Land – wohl auch letzte RWE-Klimaschutzpreis, der in der Gemeinde Westerkappeln vergeben wird, geht an Arbeitsgruppe (AG) Naturschutzjugend der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL).

Von Ulrike Havermeyer

Samstags um 7.30 Uhr: Raus aus den Federn und ab zum Arbeitseinsatz in die Streuobstwiese. Wallhecken anlegen. Kopfweiden schneiteln. Eichen pflanzen. Oder: Steinkauzröhren bauen. Fast 400 Stück sind es inzwischen. Der dreizehnte - und wegen der Gründung der Stadtwerke Tecklenburger Land – wohl auch letzte RWE-Klimaschutzpreis, der in der Gemeinde Westerkappeln vergeben wird, geht an Arbeitsgruppe (AG) Naturschutzjugend der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL).

„Euer unermüdlicher Einsatz für den Artenschutz und die Pflege der Kulturlandschaft in der Gemeinde Westerkappeln sucht seinesgleichen und verdient höchste Wertschätzung“, zeigte sich RWE-Kommunalbetreuer Thomas Jablonski beeindruckt vom Engagement der rund 25 Jugendlichen und fünf Erwachsenen.

Dass die 2004 gegründete Gruppe um AG-Koordinator Friedhelm Scheel sich längst auch über die Region hinaus einen Namen – als ebenso sachkundige wie einsatzfreudige – Anwälte der Natur erarbeitet hat, beweist die lange Liste ihrer Auszeichnungen: darunter der Deutsche Tierschutzpreis und der Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. „Dieses ist jetzt mittlerweile unsere 22. Auszeichnung und unser insgesamt achter RWE-Klimaschutzpreis“, bilanzierten die Jugendlichen denn auch nicht ohne Stolz.

In der Werkstatt von Friedhelm Scheel, in der sich die Mitglieder der AG regelmäßig zum Bau von Nisthilfen für Steinkauz, Turmfalke und Co. und zur Planung neuer Projekte treffen, hängen bereits die Urkunden der RWE-Klimaschutzpreise der Gemeinden Lotte (zweimal), Belm (zweimal), Mettingen, Wallenhorst (jeweils einmal) und nach 2005 nun auch die zweite Ehrung aus Westerkappeln. Neben dem gerahmten Dokument überreichte Jablonski den Preisträgern auch einen Scheck über 1000 Euro. Geld, das die engagierten Naturschützer gut gebrauchen können.

„Unsere Leitungsrunde hat entschieden, dass wir als AG das Projekt Bürgerwindrad Recke-Mettingen mit 2000 Euro unterstützen“, berichtet Ernesto Wiebrock. „Ein Schritt, der mir zeigt, dass die jungen Leute ihre Verantwortung für die Zukunft wahrnehmen“, freut sich Koordinator Scheel und nickt zufrieden: „Es ist schon toll mitzuerleben, wie sehr sich diese jungen Menschen für ihre Überzeugungen einsetzen.“

Neben den oft schweißtreibenden Arbeitseinsätzen, betonten AG-Mitglieder Malte Schäper, Greta und Peter Herschlein sowie Emma und Ernesto Wiebrock, stehe für sie aber vor allem auch das Erlebnis, gemeinsam etwas zu bewirken, im Mittelpunkt. „Da werfen wir uns gegenseitig die Bälle zu“, bestätigt auch Friedhelm Scheel: „Das ist echte kooperative Zusammenarbeit – und das bei mehr als 50 Jahren Altersunterschied.“

„Um so etwas Beeindruckendes, wie ihr es seit Jahren leistet, zu erreichen“, befand Thomas Jablonski, „braucht es jemanden, der begeistert – und jemanden, der sich begeistern lässt.“

Keine Frage, dass dieses motivierende Prinzip in der AG bestens funktioniert. An Ideen dürfte es den Naturschützern aus Leidenschaft jedenfalls auch in Zukunft nicht mangeln – die Bewerbung für die nächste Preisausschreibung sei schon in Arbeit, verraten sie. Als Vertreter der Gemeinde Westerkappeln nahm der Umweltbeauftragte Friedhelm Wilbrandt an der Preisverleihung teil. Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer ließ sich entschuldigen.

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