Fr., 15.01.2016

Arbeitskreis Asyl sucht weitere ehrenamtliche Paten für die Flüchtlinge Begleitung fürs Ankommen

Frauke Helmich (Mitte) vom Arbeitskreis Asyl sucht weitere Frauen und Männer, die Patenschaften für Flüchtlingsfamilien übernehmen möchten. Die Wespe-Vorsitzende Petra Kleen (links) hat sich ebenso wie Marion Arndt (2. von links) bereit erklärt. Daniela Krause (rechts) und Sonja Schröder sind schon länger dabei und empfinden die Arbeit als sehr bereichernd.

Frauke Helmich (Mitte) vom Arbeitskreis Asyl sucht weitere Frauen und Männer, die Patenschaften für Flüchtlingsfamilien übernehmen möchten. Die Wespe-Vorsitzende Petra Kleen (links) hat sich ebenso wie Marion Arndt (2. von links) bereit erklärt. Daniela Krause (rechts) und Sonja Schröder sind schon länger dabei und empfinden die Arbeit als sehr bereichernd. Foto: Dietlind Ellerich

Westerkappeln - 

Daniela Krause und Sonja Schröder tun es schon, Marion Arndt möchte es tun, und auch der Wespe-Vorsitzenden Petra Kleen ist es ein Anliegen, sich in der Arbeit mit den und für die aktuell 275 Flüchtlingen einzubringen, und die nun in Westerkappeln – nicht nur räumlich – ankommen sollen.

Von Dietlind Ellerich

Daniela Krause und Sonja Schröder tun es schon, Marion Arndt möchte es tun, und auch der Wespe-Vorsitzenden Petra Kleen ist es ein Anliegen, sich in der Arbeit mit den und für die aktuell 275 Menschen – Tendenz steigend – einzubringen, die aus rund einem Dutzend Länder geflohen sind und nun in Westerkappeln – nicht nur räumlich – ankommen sollen.

Die vier Frauen sind – respektive werden – als Paten für Flüchtlinge tätig, gemeinsam mit vielen weiteren, die sich bereits seit Monaten ehrenamtlich engagieren, damit sich die Menschen, die als Familien, Paare oder alleine in Unterkünften, Wohnungen oder demnächst in Containern leben, besser zurecht finden, eine wirkliche Chance auf Ankunft im Ort bekommen.

„Starthilfe und eine gute Integration sind der beste Schutz vor dem Abrutschen in den IS“, beschreibt Daniela Krause ihre Motivation, die Flüchtlinge in Westerkappeln an die Hand zu nehmen und ihnen im Alltag, aber auch bei kleinen und größeren Problemen unter die Arme zu greifen.

Wie vielfältig diese Aufgabe ist, wird deutlich, als am Mittwochabend aktuelle und zukünftige Paten sowie Frauen und Männer, die sich erst einmal über das Patenamt informieren möchten, im VHS-Haus in großer Runde tagen.

Mit am Tisch sitzen Rebecca Stratmann, Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde, und Verwaltungsmitarbeiter Niklas Schulte, die aufmerksam zuhören und mitschreiben, als die Ehrenamtlichen ihre Erfahrungen der vergangenen Wochen Revue passieren lassen. Fragen zu Deutschkursen, Jobs und Sportangeboten werden ebenso an- und vor allem besprochen wie die Themen Verhütung, Drogen oder Konflikte zwischen Nationen und Glaubensrichtungen.

„Wir arbeiten immer im Team“, stellt Frauke Helmich vom Arbeitskreis Asyl klar, dass keiner der Menschen, die Patenschaften für Flüchtlinge übernehmen, mit eventuellen Problemen alleine gelassen wird. Auch mit dem Vorurteil, die Aufgabe sei ein 24-Stunden-Einsatz, räumt sie gründlich auf. „Jeder macht die Arbeit so, wie er sie leisten kann“, betont Helmich und meint nicht nur den inhaltlichen, sondern vor allem den zeitlichen Aspekt.

Ob Betreuung von Kindern, Begleitung bei Arztbesuchen oder Behördenangelegenheiten inklusive sprachlicher Unterstützung, oder auch mal Tacheles reden, wenn es nicht so rund läuft, der Job als Pate ist nicht für die Ewigkeit. Aber auf jeden Fall „eine Bereicherung“, findet Sonja Schröder, die schon länger im Einsatz ist.

Marion Arndt möchte ebenfalls helfen. „Die Gemeinde hat meine Gewerbehalle zur Unterbringung von Flüchtlingen angemietet, da liegt es nahe, dass ich mich engagiere“, sagt die Westerkappelnerin. Auch der Förderverein Wespe möchte in Zukunft mit im Boot sein. „Wir sind nah an den Schulen, haben mit Kindern und Jugendlichen zu tun“, begründet die Vorsitzende Petra Kleen den Wunsch der Initiative, sich einzubringen.

Frauke Helmich und ihrer Mitstreiter freuen sich über die aktuelle und zukünftige Unterstützung, werden aber nicht müde, weiter die Werbetrommel zu schlagen. „Wir brauchen noch Hilfe“, wirbt Helmich eindringlich um weitere Frauen und Männer, die Lust auf das Ehrenamt haben.

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