So., 17.01.2016

SPD-Ortsvereine: Neujahrsempfang Stolz auf eine starke Zivilgesellschaft

Reger und intensiver Austausch  unter Genossen im Kuckucksnest. Gemeinsam mit (von links) Helga Strübbe (Lotte), Ulla Kropf (Westerkappeln), Thorsten Klute, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, Christina Rählmann (Mettingen), Thomas Giebel (Lotte), Frank Sundermann (Westerkappeln), Hermann Brandebusemeyer (Wersen) und Thomas Rieger (Mettingen) feierten rund 110 Mitglieder der vier Ortsvereine den Beginn des Jahres 2016.

Reger und intensiver Austausch  unter Genossen im Kuckucksnest. Gemeinsam mit (von links) Helga Strübbe (Lotte), Ulla Kropf (Westerkappeln), Thorsten Klute, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, Christina Rählmann (Mettingen), Thomas Giebel (Lotte), Frank Sundermann (Westerkappeln), Hermann Brandebusemeyer (Wersen) und Thomas Rieger (Mettingen) feierten rund 110 Mitglieder der vier Ortsvereine den Beginn des Jahres 2016. Foto: Dietlind Ellerich

Westerkappeln/Lotte/Mettingen - 

„Beim zweiten Mal fängt die Tradition an“, so hat es Frank Sundermann im Rheinland gelernt. Grund genug für den Landtagsabgeordneten aus Westerkappeln, die Mitglieder der vier SPD-Ortsvereine im „Kuckucksnest“ zur zweiten Auflage des nun traditionellen Empfangs zu begrüßen.

Von Dietlind Ellerich

Ein intensiver und anregender Austausch, eine Reihe von Denkanstößen, ein paar kritische Anregungen Richtung Düsseldorf und – nicht zu vergessen – leckere Reibeplätzchen in verschiedenen Variationen, die Bilanz des Neujahrsempfangs, auf dem über 110 Genossen aus Lotte, Mettingen, Wersen und Westerkappeln am Freitagabend gemeinsame Sache machten, konnte sich sehen lassen.

Auch die Westerkappelner SPD-Vorsitzende Ulla Kropf war begeistert von der großen Resonanz und davon, dass Thorsten Klute, Staatssekretär im Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales, als Ehrengast in den nordöstlichen Zipfel des Kreises Steinfurt gekommen war.

Und der hat, was das Thema Flüchtlinge angeht, ganz klare Vorstellungen. „In NRW ist die Zuwanderung nicht wirklich neu“, ist der SPD-Mann noch heute dankbar, dass deutsche Unternehmen in den 50er und 60er Jahren sich entschieden haben, Menschen aus dem europäischen Ausland einzuladen und den Aufschwung mitzuprägen.

„Heute sind wir zum Glück weiter“, machte Klute deutlich, dass es damals mit der Integration der Gäste nicht weit her war, da man glaubte, dass sie irgendwann wieder in ihre Heimat zurückkehren würden.

„Jeder Tag, an dem wir uns nicht um Sprache und Bildung kümmern, ist ein verlorener Tag“, gibt er die Devise aus, den Menschen mit Bleibeperspektive so schnell wie möglich Bildung, Arbeit und Wohnraum zu geben.

Mit Brücken-Kitas, die Flüchtlingskinder, aber auch deren Eltern an den Besuch einer täglichen Einrichtung gewöhnten, mit Tausenden von neuen Lehrern, die allen Kindern in NRW zugute kämen, mit Integrationskursen und nicht zuletzt mit dem flächendeckenden Ausbau kommunaler Integrationszentren (KIZ), in denen die Wertevermittlung ganz groß geschrieben werde, habe das Land Schritte ergriffen, die unerlässlich für ein friedliches Zusammenleben seien.

Dass sich die Kommunen mehr Unterstützung vom Land wünschen, wurde in der anschließenden Gesprächsrunde deutlich, in der sich Vertreter der drei Kommunen den Fragen von Frank Sundermann stellten und von ihren Erfahrungen vor Ort berichteten.

„Von hier bis Steinfurt ist es weit“, kritisierte Mettingens Bürgermeisterin Christina Rählmann den Standort des nächstgelegenen Integrationszentrums und die fehlende Dezentralität beim KIZ. Thomas Giebel, Fraktionsvorsitzender im Lotter Rat, wies darauf hin, dass es bezahlbaren Wohnraum nicht nur für Flüchtlinge geben müsse.

Und auch aus dem Publikum gab es die kritische Fragen, wer das alles bezahlen solle, sowie die Anmerkung, das Land solle nicht so tun, als koste das alles die Kommunen kein Geld.

In den drei Kommunen läuft es im Augenblick hingegen ganz gut, vor allem dank des großen Engagements sehr vieler Ehrenamtlicher, die sich für die Arbeit mit den Flüchtlingen stark machen. Zu deren Entlastung schlug Frank Sundermann eine KIZ-Außenstelle in Tecklenburg vor. Damit wäre den Freiwilligen geholfen, die die Flüchtlinge fahren würden.

„Ich bin stolz, dass wir eine so starke Zivilgesellschaft haben“, machte Thorsten Klute deutlich. Er ist sicher, dass alle gemeinsam die großen, nicht immer einfachen Aufgaben bewältigen werden. Wichtig sei die Beschleunigung der Asylverfahren. „Lange Verfahren schaffen Anreize zu kommen. Das kann so nicht weitergehen“, erklärte Klute. „Jede Zuwanderungsphase hat uns gestärkt“, wandte er sich an die Genossen aus Lotte, Mettingen, Wersen und Westerkappeln. Und auch Sundermann ermutigte dazu, die Chance zu nutzen, damit man in 15 Jahren sagen könne: „Genau so war´s richtig!“

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3743432?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F