So., 13.03.2016

Klimaschutzmanager für Westerkappeln Aufgeschoben ist nicht aufgehoben 

Westerkappeln - 

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben ! So ist es derzeit um einen möglichen Klimaschutzmanager in der Gemeinde Westerkappeln bestellt.

Von Karin C. Punghorst

Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer hofft, dass im zweiten Halbjahr die zu besetzende Teilzeitstelle ausgeschrieben werden kann. Das ist das Ziel. Ob es gelingt, steht allerdings noch in den Sternen. Das hängt nicht nur von der Gemeinde ab, sondern auch von äußeren Einflüssen.

Zunächst muss der Kreis den für das Jahr 2016 nun verabschiedeten Haushalt der Kommune genehmigen. In dem Etat ist die Stelle berücksichtigt. 27 000 Euro sind als Zuwendung aufgeführt. Es handelt sich um Fördermittel des Bundes. 4700 Euro sind als Aufwand vermerkt. So hoch ist also der Eigenanteil, den die Gemeinde leisten muss.

Die Finanzierung der Stelle entspricht einem Verhältnis aus 85-prozentiger Förderung und 15-prozentigem Kostenaufwand für die Gemeinde. Damit Westerkappeln den hohen Förderanteil bekommt, muss sie als finanzschwache Kommune eingestuft werden. Dafür müssen die Jahresabschlussrechnungen der vergangenen drei Jahre dem beim Bund zu stellenden Antrag beigefügt werden. Damit seien im Rathaus zurzeit Thomas Rieger und seine Finanzabteilung unter anderem beschäftigt.

Ursprünglich war geplant, dass in interkommunaler Zusammenarbeit, Westerkappeln und Lotte sich die Stelle eines Klimaschutzmanagers mit je 50 Prozent teilen. Davon ist aber die Kommune Lotte abgerückt und sucht bereits via Zeitungsanzeige einen Klimaschutzmanager in Vollzeit-Anstellung. Ausschlaggebend dafür waren nach Auskunft von Lottes Umweltbeauftragter Ursula Wilm-Chemnitz vor allem inhaltliche Gründe. Nicht zuletzt sei erkannt worden, dass für die anzugehenden Maßnahmen, eine Vollzeitstelle sinnvoll sei.

Mit einer halben Stelle in Westerkappeln, „können wir unser Klimaschutzkonzept nur anteilsmäßig umsetzen. Zunächst. Aber es ist mir wichtig, dass wir einen Anfang machen“, sagt Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten.

124 Seiten umfasst das Klimakonzept der Kommune das in den vergangenen Jahren erstellt worden ist. „Bislang sind alle Kosten durch Fördermittel getragen worden“, betont Große-Heitmeyer. Finanziert wurde das Projekt wie auch anderen Kommunen des Tecklenburger Landes durch Leader-Mittel der Europäischen Union und durch den Kreis Steinfurt.

Schwerpunktmäßig hat Westerkappeln in der jüngeren Vergangenheit die Themen Energieeinsparung und -effizienz, erneuerbare Energien sowie klimafreundliche Mobilität bei Maßnahmen berücksichtigt. Beispiel: die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LEDs.

Läuft alles glatt und Westerkappeln schreibt nach Zuspruch der Fördermittel die Teilzeitstelle (19,5 Wochenstunden) eines Klimaschutzmanagers aus, sollte ein Bewerber ein abgeschlossenes Studium der Umweltwissenschaft, Energietechnik oder Energiewirtschaft oder vergleichbare Qualifikationen vorweisen können.

Die Stelle ist auf drei Jahre befristet. Fördermittel und Eigenanteil liegen für die Jahre 2017 und 2018 in vergleichbaren Größenordnungen wie die genannten Beträge für dieses Jahr.

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