Mo., 28.03.2016

Verstärkung für den Kulturhof Mehr Vielfalt und mehr Farbe

Umtriebig wie immer zurrt Raimund Beckmann in diesen Wochen das Programm für das Kulturhof-Jahr 2016 fest. An sein neues Büro muss sich der Hofherr erst noch gewöhnen.

Umtriebig wie immer zurrt Raimund Beckmann in diesen Wochen das Programm für das Kulturhof-Jahr 2016 fest. An sein neues Büro muss sich der Hofherr erst noch gewöhnen. Foto: Dietlind Ellerich

Westerkappeln - 

„Mehr Vielfalt, mehr Farbe, hoffentlich Synergieeffekte“, verspricht sich Kulturhof-Betreiber Raimund Beckmann für die neue Saison. dafür hat er sich Verstärkung nach Westerbeck geholt.

Von Dietlind Ellerich

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes habe er schon übertroffen, hatte Raimund Beckmann Ende des vergangenen Jahres während eines Winterkonzertes auf dem Kulturhof Westerbeck gefeixt und sein Publikum aufhorchen lassen. Will der Hofherr, der beim Strippenziehen hinter der Bühne und als Co-Star auf der derselben gleichermaßen in seinem Element ist, etwa einen Rückzug von seinem Kultur-Engagement ankündigen ?

Für seine Fans ist es kaum vorstellbar, dass sich der 78-Jährige ins stille Kämmerlein seines Anwesens zurückzieht. Das tut er auch nicht, zumindest noch nicht. Mit Hochdruck arbeitet Beckmann in diesen Wochen am Veranstaltungsprogramm für das laufende Jahr.

Kunst auf der weitläufigen Hofanlage, Konzerte zwischen Ende April und Oktober sowie im Winter, Ausstellungen, alte Bekannte, neue Gesichter, bei Wein, Kerzenschein und immer vollem Haus im Galerie-Café – alles wie gehabt und von seinen treuen Kulturfreunden sehnlichst gewünscht. Neu, und nun kommt doch noch ein Kämmerlein ins Spiel, ist das Büro, in dem er zwischen Telefon, Kalender und Bildschirmen mit den Künstlern der Saison verhandelt. Hier fühlt er sich noch nicht so recht in seinem Element.

Etwas ungemütlicher und vor allem viel kleiner als sein urgemütliches Chaos im ehemaligen Schweinestall sei es, bedauert er, um dann gleich voller Euphorie auf den Grund seines Büro-Umzugs einzugehen.

Raimund Beckmann, der auch die Saison 2016 mit „seinen“ drei Damen Ehefrau Barbara, Kuratorin Marianne Lohmann und (Kultur)-Freundin Ursula Holz über die Bühne bringen wird, hat sich weitere Verstärkung auf den Hof geholt. „Ab Mai gehört Joachim DaoQian Stuhlmacher zum Kulturhof“, kündigt Beckmann den „Zuwachs“ an. Der Autor, Künstler, Qigong-Therapeut und -Ausbilder wird Seminare in Westerbeck anbieten und des Hofherrn Konzertreihe mit eigenen Veranstaltungen ergänzen. Für ihn hat Raimund Beckmann sein urgemütliches Domizil mit einem lachenden und einem weinenden Auge geräumt.

Stolz ist er aber auch auf seine zweite „Neuerwerbung“. Peter Weyden, Künstler, Fotograf und Galerist aus Münster, wird ab Mai nicht nur in der Domstadt, sondern auch in der Remise des Westerbecker Hofes „künstlerisch und/oder handwerklich Anspruchsvolles“ präsentieren. Weiterhin im Kultur-Boot sind wie in den vergangenen Jahren Tom Blomefield und die Galeristen Bettina und Eberhard Schnake.

„Mehr Vielfalt, mehr Farbe, hoffentlich Synergieeffekte“, verspricht sich Beckmann von der Erweiterung des Ausstellungsangebotes. Und natürlich wird die Verantwortung so auf mehrere Schultern verteilt. Das ist dem 78-Jährigen ein Anliegen.

Auch sein Publikum hat er in die Planung eingebunden. „Wen möchten Sie denn gerne noch einmal auf der Westerbecker Bühne erleben?“, hat er die Kulturfreunde in seinen Festtagsgrüßen zu Weihnachten gefragt und deren Wünsche ins Programm 2016 eingebaut. Man darf gespannt sein auf die Westerbecker Kultursaison 2016.

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