SPD-Landtagsabgeordneter Sundermann stellt Kleine Anfrage an die Landesregierung
„Kohleregion Ibbenbüren nicht vergessen“

Westerkappeln/Tecklenburger Land -

„Die Kohleregion Ibbenbüren darf nicht vergessen werden.“ Das gibt der Westerkappelner SPD-Landtagsabgeordnete Frank Sundermann in einer Kleinen Anfrage an die schwatz-gelbe Landesregierung zu bedenken.

Donnerstag, 11.01.2018, 19:01 Uhr

 
  Foto: Wilfried Gerharz

Das Kohlerevier Ibbenbüren steht durch den Ausstieg aus der Kohleförderung Ende 2018 vor denselben Herausforderungen wie das Ruhrgebiet. Der Steinkohlebergbau hat die Region geprägt und die Kommunen Ibbenbüren, Mettingen, Westerkappeln, Recke, Hörstel und Hopsten zu einer Kohlegemeinschaft zusammenwachsen lassen.“ Das sagt der hiesige Landtagsabgeordnete Frank Sundermann ( SPD ).

Vor dem Hintergrund, dass die schwarz-gelbe Landesregierung um Minister Stephan Holthoff-Pförtner eine langfristig angelegte Ruhrgebietskonferenz plane, die ein Leitbild für den Strukturwandel des Ruhrgebiets bis zum Jahr 2030 entwerfen soll, gibt Sundermann in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung zu bedenken: „Die Kohleregion Ibbenbüren darf nicht vergessen werden.“

Zwar werde der Rückzug aus der Grube einige Jahre dauern, sodass die Standorte der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH nicht sofort wegfallen, wird Sundermann in einer Pressemitteilung zitiert. „Dennoch müssen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den laufenden Strukturwandel gestalten, um das entstehende Vakuum der ehemaligen Kohleförderung zu füllen.“ Hierbei gehe es vor allem um die künftige Nutzung der Areale und alternative Gewerbeflächen, so Sundermann.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Sundermann mahnt, dass die Kohleregion Ibbenbüren nicht vergessen werde dürfe.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Sundermann mahnt, dass die Kohleregion Ibbenbüren nicht vergessen werde dürfe. Foto: Peter Henrichmann

Mit der sogenannten „Kohlekonversion“ solle der Strukturwandel gelingen. „Vor diesem Hintergrund habe ich jetzt die schwarz-gelbe Landesregierung in einer Kleinen Anfrage um Antwort gebeten, warum die Kohleregion Ibbenbüren in ihrer geplanten und angekündigten Ruhrgebietskonferenz nicht berücksichtigt wird und warum sich die Regierung nur auf die Ruhrregion beschränkt, obwohl die Herausforderungen in der Kohleregion Ibbenbüren ähnlich sind.“

Sundermann hat laut Mitteilung außerdem danach gefragt, ob die Landesregierung überlegt, die Kohleregion Ibbenbüren noch nachträglich in den Prozess einzubeziehen oder einen separaten Prozess für die Kohleregion Ibbenbüren anzustoßen.

Auch bat Sundermann um Auskunft, welche Landesmittel für den angekündigten und geplanten Prozess für das Ruhrgebiet eingesetzt werden sollen. „Genauso möchte ich natürlich wissen, welche Mittel zur Begleitung und Unterstützung des Strukturwandels in der Region Ibbenbüren aufgewendet werden sollen“, sagte Sundermann.

Es bedürfe langfristiger Anstrengungen, um „in den betroffenen Regionen neue, zukunftsfähige Potenziale zu entwickeln und zu entfalten“, heißt es weiter in Sundermanns kleiner Anfrage.

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