Auftakt der Veranstaltungsreihe „Von der Bohne bis in die Tasse ...“
Ein bisschen wie im Wiener Kaffeehaus

Westerkappeln -

Wer an Kaffeehäuser denkt, hat Wien vor Augen und den Dreivierteltakt im Ohr. Entsprechend klang am Sonntag der Auftakt der Veranstaltungsreihe „Von der Bohne bis in die Tasse ...“, zu der die Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Tecklenburg und die evangelische Kirchengemeinde Westerkappeln in den kommenden Wochen einladen.

Montag, 16.04.2018, 14:04 Uhr

Marzena Helgert an der Violine und Karlheinz Bornschlegl am Klavier sorgten für den musikalischen Rahmen der Kaffeezeit.Ins Gespräch kamen die Kaffeeliebhaber bereits beim Teilen des Kuchens.
Marzena Helgert an der Violine und Karlheinz Bornschlegl am Klavier sorgten für den musikalischen Rahmen der Kaffeezeit.Ins Gespräch kamen die Kaffeeliebhaber bereits beim Teilen des Kuchens. Foto: Dietlind Ellerich

Mit „Wiener Blut“ und „Schneewalzer“ stimmten Marzena Helgert an der Violine und Karlheinz Bornschlegl am Klavier die rund drei Dutzend Frauen und Männer im Dietrich-Bonhoeffer-Haus auf die KaffeeZeit ein. Da gab es von den Gastgebern Adelheid Zühlsdorf-Maeder und Olaf Maeder zunächst einmal den Hinweis, dass der Kuchen geteilt werden müsse, weil sich eine Reihe von Gäste recht kurz spontan dazu entschlossen hatte, der spannenden Kulturgeschichte des Kaffees auf die Spur zu kommen.

Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch. Schnell waren die Runden an den Tischen bei Kaffee, Torte und Streuselkuchen im Gespräch. Die Musiker ließen sich durch das Klimpern der Kuchengabeln und Tassen nicht aus dem Takt bringen, blieben allerdings nicht im Dreiviertelmodus, sondern spielten sich durch die gesamte Palette der beschwingten Unterhaltungsmusik.

Das Pastorenehepaar Maeder füllte die Intermezzi mit Wissenswertem rund um die Kaffeebohne, deren anregende Wirkung ein Hirte vor über 1000 Jahren in Kaffa in Abessinien entdeckt haben soll. Seine Ziegen sollen nach dem Genuss von Kirschen und Blättern des Kaffeebaums außer Rand und Band gewesen sein.

Ins Gespräch kamen die Kaffeeliebhaber bereits beim Teilen des Kuchens.

Ins Gespräch kamen die Kaffeeliebhaber bereits beim Teilen des Kuchens. Foto: Dietlind Ellerich

Weitere Geschichten rund um den Siegeszug des Kaffees von Afrika über den Vorderen Orient bis nach Europa hatten die Pastoren parat. Viele Informationen ließen die älteren Semester an den Tischen in Erinnerungen schwelgen. So überlegten alle gemeinsam, wie lange und voller Vorfreude auf den Genuss früher das Kaffeekochen zelebriert wurde, das heute meist im Vorbeigehen durch einen Knopfdruck in Gang gesetzt wird.

Manche Vorurteile über das vermeintliche Satansgebräu räumten die Moderatoren bei einem Kaffee-Quiz aus. So ist Kaffee keine Hilfe beim Abbau von Alkohol, steigert allerdings die Konzentration, so dass die Wirkung des Alkohols weniger bemerkt wird. Das Umfüllen von Kaffee aus der Vakuumverpackung in eine Dose sollte man sich verkneifen. Aromen könnten verloren gehen, die Fette des Kaffees ranzig werden.

Nikotin beschleunigt den Abbau von Koffein um mehr als das Doppelte. Trinken Raucher deshalb mehr Kaffee als Nichtraucher ? Ein Tipp an alle Eltern, die ihren Kindern die Cola verbieten. Der Zucker darin ist viel gefährlicher als das Koffein. Und durch den Genuss von Kaffee kann man auch nur dann besser abnehmen, wenn man auf den Kuchen verzichtet.

Die verschiedenen Kaffeespezialitäten vom Mokka über den Latte Macchiato bis zum Milchkaffee streiften die Kaffeeliebhaber am Sonntag ebenfalls. Je später der Nachmittag, desto angeregter die Gespräche. Das lag vermutlich nicht nur an der Wirkung des Koffeins, sondern auch an den beiden Musikern, die mit flotten Rhythmen Füße zum Wippen und Händen zum Klatschen brachten.

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