Wettringen
Di., 24.01.2012
„Alles dicht“ demonstriert vor Minister in Coesfeld
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WETTRINGEN. In Coesfeld war der NRW-Umweltminister Johannes Remmel zu einer Veranstaltung der Grünen als Redner geladen worden. Aus diesem Anlass nahm die Bürgerinitiative „Alles dicht in Wettringen“ dort an einer Demonstration teil.
Etwa 50 Teilnehmer der Bewegung hatten die Chance, dem Minister etwa 20 Minuten lang den Willen der Bürger zu unterbreiten. „Es war ersichtlich, dass die rot-grüne Minderheitsregierung nicht von den gefassten Grundsätzen abweichen wird und somit Zigtausende Willenserklärungen durch Unterschriften bestätigt ignoriert“, heißt es in einer Pressemitteilung der Wettringer Bürgerinitiative. Eine neu erarbeitete Ausführungsverordnung werde die Art und den Umfang der Prüfung nicht verändern.
Für die Teilnehmer der Demo war diese Einstellung nicht nachvollziehbar. Auch konnte Minister Remmel auf konkrete Fragen zur Trinkwasserverschmutzung durch undichte Abwasserleitungen keine Antwort geben. Die Aussage der EU, dass es in der Bundesrepublik Deutschland ein unvergleichbar sauberes Trinkwasser gäbe, wurde vom Minister widersprochen.
Verwundert wurde die Aussage des Ministers aufgenommen, als er von der Überprüfung seines eigenen Kanals berichtete. Sie Sanierung habe 5000 Euro gekostet - „für einen Minister ist das ein halbes Monatseinkommen, für ein Rentnerehepaar ein halbes Jahreseinkommen“, schreibt die BI.
Seitens der Landesregierung habe es auf Anfragen von Fachleuten, ob es Beweise für eine Umweltverschmutzung durch Abwasser aus Haushalten gegeben hätte, nie eine Antwort gegeben. Es sei „bedauerlich“, dass „politisch oft falsch gefasste Beschlüsse nicht direkt korrigiert werden“, schreibt die Bürgerinitiative