Gute Noten für soziales Lernen

Do., 29.12.2011

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Lernatlas 2011: Kreis Warendorf punktet mit freiwilligem Engagement der Bürger

Soziales Lernen steht im Kreis Warendorf hoch im Kurs. Was die Anzahl der freiwillig engagierten Bürger und die Teilnahme am politischen Leben angeht, ist der Kreis gut aufgestellt. Foto: (Stiftung Lesen)

Soziales Lernen steht im Kreis Warendorf hoch im Kurs. Was die Anzahl der freiwillig engagierten Bürger und die Teilnahme am politischen Leben angeht, ist der Kreis gut aufgestellt. Foto: Stiftung Lesen

Kreis Warendorf - 

Der Kreis Warendorf hat beim „Lernatlas 2011“ der Bertelsmann Stiftung gut abgeschnitten. Immerhin schaffte er es auf den zweiten Platz in Nordrhein-Westfalen – noch bessere Lernbedingungen hatte nur der Kreis Coesfeld. Und bundesweit kommt Warendorf auf Platz 72 von 144 Kreisen im Regionstyp „verdichtetes Umland“.


Bei der Studie hat die Bertelsmann Stiftung in den vergangenen drei Jahren neben dem schulischen und beruflichen auch das soziale und persönliche Lernen untersucht. Und das bundesweit. Dabei haben Bayern und Baden Württemberg besonders gut abgeschnitten. Schlechte Noten gibt es dagegen für die Kommunen im Ruhrgebiet.

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► Lernen, so die These der Lernatlas-Autoren, bedeutet mehr als Schulbildung. Darum wurden auch statistische Daten und Ergebnisse von Studien zum beruflichem, persönlichem und sozialem Lernen ausgewertet. Und im letztgenannten Bereich kann der Kreis Warendorf richtig punkten. Als Kriterium galt dabei unter anderem auch die „Bereitschaft zur Knochenmarkspende“. In dieser Bewertungskategorie liegt der Kreis unter den 144 Mitbewerbern sogar auf Platz sieben. Ebenso punktet man in Sachen „engagierte Bürger für Kinder und Jugend“ (Platz 32) sowie Parteimitgliedschaft (Platz 17).

Eher gering ist dagegen die Beteiligung der Bürger, die sich in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren (Platz 112) – und dies, obwohl generell die Bereitschaft der Menschen, sich sozial zu engagieren, im Kreis Warendorf über dem Durchschnitt liegt.

► Im Feld „persönliches Lernen“, das Hinweise darauf gibt, welche Lernmöglichkeiten die Menschen zur persönlichen Entwicklung vorfinden und nutzen – also Kurse, Sport, kulturelles Leben oder Lernen mit Medien – gibt es dagegen Minuspunkte für den Kreis Warendorf: Die Zahl der Museumsbesucher (Platz 101) und die Neigung zum Lesen (Platz 126) ließen zu wünschen übrig.

► Schulisches Lernen (insgesamt Platz 72) hat bei der Gesamtbewertung den größten Einfluss. Hier fließen unter anderem die Ergebnisse von Pisa und anderen Bildungstests zur Lese- und Mathematik-Kompetenz ein. Auffällig: Um die Lesekompetenz von Grundschülern (Platz 101, Iglu-Studie) und auch die naturwissenschaftliche Kompetenz (Platz 116, Pisa-Studie) ist es im Kreis Warendorf eher schlecht bestellt. Andererseits gibt es viele junge Erwachsene mit höherem Schulabschluss (Platz 10) und nur wenige Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss (Platz 16).

► Im Bereich berufliches Lernen schlägt vor allem die zu lange Dauer der Arbeitslosigkeit vor Beginn einer beruflichen Weiterbildung negativ zu Buche (Platz 100). Gleichzeitig punktet der Kreis bei der Teilnahme Hochqualifizierter an beruflicher Weiterbildung (Platz 10). Auch bei der allgemeinen Teilnahme an beruflicher Weiterbildung ist Warendorf gut aufgestellt (Platz 17). Auf Platz 46 kommt der Kreis, wenn es um den erfolgreichen Abschluss in der Berufsausbildung geht.


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