Fr., 24.02.2012

Kreisversammlung in Warendorf Pferdezüchter kritisieren Führungsstil des Verbandes

Kreisversammlung in Warendorf : Pferdezüchter kritisieren Führungsstil des Verbandes

Die beiden Kreisvorsitzenden: Willi Voges (Stellvertreter) und Theo Lohmann (v.l.) Foto: Wewers

Warendorf - 

„Einige sind eben auf Krawall aus“, berichtet Dr. Friedrich Marahrens, Geschäftsführer des Westfälisches Pferdestammbuches, empört auf der Mitgliederversammlung des Kreises im Warendorfer Emshof.

Von -wew-

„Man war sich nicht immer einig, aber dieses Mal ist die Situation eskaliert. Vieles ist im Hintergrund falsch gelaufen, es hätte davon aber nichts an die Öffentlichkeit gelangen dürfen. Einige sind eben auf Krawall aus“, berichtet Dr. Friedrich Marahrens, Geschäftsführer des Westfälisches Pferdestammbuches, empört auf der Mitgliederversammlung des Kreises im Warendorfer Emshof.

Ende vergangenen Jahres wurde der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Volker Kückelhaus auf einer turbulenten Versammlung in Münster abgewählt. Vorgeworfen wurde ihm „vereinsschädigendes Verhalten“. Kückelhaus hatte sich intern mehrfach unzufrieden über die Arbeit vor allem von Geschäftsführer Marahrens geäußert. Hinzu kam die Gewährung eines Kredites an einen Mitarbeiter, der ohne Abstimmung mit dem Vorstand genehmigt wurde. Die Besucher im Emshof kritisierten den Führungsstil des Verbandes und zeigten kein Verständnis: „Viele Züchter glauben, dass vieles beschönigt wird. Das was an die Öffentlichkeit gelangt ist, ist nur die Spitze des Eisberges“, so eine Stimme aus dem Saal. Marahrens betonte in diesem Zusammenhang, dass es an der Zeit sei, einen neuen Vorstand aufzubauen, der an einem Strang zieht.

Neben der Diskussion über die Vorkommnisse im Verband gab es Wahlen zum Kreisvorstand. Theo Lohmann (Albersloh) wird weiter an der Spitze bleiben und von Willi Voges (Ennigerloh) vertreten werden. Beide wurden einstimmig wiedergewählt, ebenso wie Doris Dieker und Wilhelm Strotmann sowie Manfred Föllig, Willi Voges und Stephan Borgmann. Das Ehepaar Heinz und Elisabeth Schulte wurde mit der goldenen Medaille des westfälischen Pferdestammbuches geehrt.

Abgerundet wurde die Versammlung mit Vorträgen von Dr. Friedrich Marahrens und Martin Reimann. Marahrens referierte zum Thema „Ist die Körung noch zeitgemäß?“. Die Kör-Veranstaltungen bieten neben dem züchterischen Stellenwert auch einen attraktiven Markt für junge Reitpferde. Einzelne Stimmen im Saal kritisierten allerdings die Körung und halten diesen Vorgang für überholt.

Susanne Schmitt-Rimkus, Leiterin des NRW-Landgestüts, berichtete aus dem Gestüt und über Zuchtbeurteilung von Hengsten. Der nächste Züchtersonntag findet am 8. März statt.

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