Mi., 19.10.2016

Gesamttreffen der Selbsthilfegruppen Patientensicherheit im Mittelpunkt

Begrüßten die Teilnehmer des Selbsthilfegruppentreffens: Gesundheitsamtsleiterin Dr. Elke Rehfeldt (Kreis Warendorf), Niko Lancier (Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Warendorf), Dirk Meyer (Patientenbeauftragter des Landes NRW), Gesundheitsplanerin Petra Lummer (Kreis Warendorf), Lena Bringenberg (Kreisgruppengeschäftsführerin Paritätischer NRW) und Christiane Vollmer (Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf; v.l.).

Begrüßten die Teilnehmer des Selbsthilfegruppentreffens: Gesundheitsamtsleiterin Dr. Elke Rehfeldt (Kreis Warendorf), Niko Lancier (Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Warendorf), Dirk Meyer (Patientenbeauftragter des Landes NRW), Gesundheitsplanerin Petra Lummer (Kreis Warendorf), Lena Bringenberg (Kreisgruppengeschäftsführerin Paritätischer NRW) und Christiane Vollmer (Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf; v.l.). Foto: Kreisverwaltung

Kreis Warendorf - 

Zum dritten Mal hat ein Gesamttreffen der Selbsthilfegruppen im Warendorfer Kreishaus stattgefunden. Im Mittelpunkt standen die Themen Patientenorientierung und Patientensicherheit. Die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Elke Rehfeldt, begrüßte dazu über 40 Vertreter von Selbsthilfegruppen im Kreis Warendorf.

Zum Auftakt stellten Christiane Vollmer und Niko Lancier von der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Selbsthilfe vor. Zurzeit gebe es im Kreis rund 110 verschiedene Selbsthilfegruppen. In diesem Jahr konnten bereits weitere Gruppen zu den Themen Zöliakie, Endometriose, Adipositas und Depressionen gegründet werden. Darüber hinaus hat sich eine Gruppe gegründet, in der sich Menschen mit und ohne Behinderungen austauschen können („Ziemlich beste Freunde“). Aktuell befinden sich Selbsthilfegruppen zu den Themen Alleinstehende mittleren Alters, Überlebende sexuellen Missbrauchs und Tinnitus im Aufbau.

Die Organisatorinnen von der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis und Petra Lummer, Gesundheitsplanerin beim Kreis, konnten den Beauftragten des Landes NRW für Patientinnen und Patienten, Dirk Meyer, für die Veranstaltung gewinnen. Der erläuterte seine Funktion und Aufgaben als unabhängiger Ansprechpartner für die Anliegen und Sorgen von Patienten und Angehörigen. In vielen Krankenhäusern nähmen ehrenamtliche Patientenfürsprecher ähnliche Aufgaben wahr. „Sie nehmen Anregungen und Beschwerden von Patientinnen und Patienten in der stationären Krankenversorgung entgegen“, so Meyer In jedem Krankenhaus gebe es eine gesetzlich vorgeschriebene unabhängige Patientenbeschwerdestelle.

Zu seinen wesentlichen Aufgaben als Patientenbeauftragter gehöre es, als „Lotse“ geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote an ratsuchende Patienten und Angehörige zu vermitteln. Darüber hinaus könne er aufgrund der eingehenden Beschwerden aufzeigen, wo Defizite in dem gegenwärtigen System der Gesundheitsversorgung liegen, berichtete Meyer. Gleichzeitig will er der Politik Anregungen geben, den Menschen in den Mittelpunkt des Gesundheitssystems zu rücken.

Rund 1 350 Menschen hätten sich 2015 mit ihren Sorgen und Anregungen an den Patientenbeauftragten gewandt. Zu den häufigsten Anfragen und Beschwerden zählten unter anderem fehlende Wertschätzung, Patientenrechte, vermutete Behandlungsfehler und Fragen zur Kostenübernahme.

Kontakt: Büro des Patientenbeauftragten – E-Mail: info@patientenbeauftragter.nrw.de; Überblick über Selbsthilfegruppen im Kreis unter www.selbsthilfe-warendorf.de.

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