Fr., 02.12.2016

Mehr Flexibilität Musikunterricht auch am Samstag

Viele Instrumente sind in die Jahre gekommen. Deswegen setzt Musikschulleiter Holger Blüder auf Reparaturen und Neuanschaffungen. Das Foto zeigt das Mittelstufenorchester beim Probenwochenende in Nottuln.

Viele Instrumente sind in die Jahre gekommen. Deswegen setzt Musikschulleiter Holger Blüder auf Reparaturen und Neuanschaffungen. Das Foto zeigt das Mittelstufenorchester beim Probenwochenende in Nottuln. Foto: Musikschule Beckum-Warendorf

Kreis Warendorf - 

Ein Mann, der auf Teufel komm raus frühzeitig Impulse setzen will, ist Holger Blüder nicht: „Das ist nicht mein Ansinnen“, stellt der neue Leiter der Musikschule Beckum-Warendorf bei der Mitgliederversammlung in Everswinkel klar. Seit

Von Vera Szybalski

August ist Blüder im Amt, dass er nicht von heute auf morgen einige Dinge angepackt hat, liegt nicht daran, dass er nicht gewillt ist, etwas zu verändern. „Ich kann Entscheidungen nur fundiert treffen, nachdem ich Informationen gesammelt habe“, lautet Blüders Credo.

Und genau nach dem hat er in den vergangenen Monaten auch gehandelt. Blüder hat mit 108 Mitarbeitern intensive Gespräche geführt, ebenso mit politisch Verantwortlichen bei seiner Tour durch den Landkreis. Dabei hat er sich auch die Räumlichkeiten der verschiedenen Standorte zeigen lassen. Nicht zuletzte wurden Fragebögen an Eltern und Schüler verteilt. Das war erst ein Teil der Arbeit, der nächste wartet schon. Die Gesprächsprotokolle werden demnächst ausgewertet, ebenso wie die zurückgesendeten Fragebögen.

Einen vollständigen Überblick hat der Musikschulen-Leiter noch nicht, vier Dinge haben sich aber herauskristallisiert, sie drängen sich auf. Blüder will eine größere Flexibilität schaffen, was Unterrichtstage und -zeiten angeht. Damit will er dem knappen Zeitfenster der Kinder gerecht werden. Für sinnvoll hält er Unterricht am Samstagvormittag. Auch für Schüler und Erwachsene, die keine Zeit für wöchentlichen Unterricht haben, will er Möglichkeiten schaffen.

Holger Blüder will mehr Kooperation mit Vereinen, rechts im Bild Kreisdirektor Dr. Heinz Börger.

Holger Blüder will mehr Kooperation mit Vereinen, rechts im Bild Kreisdirektor Dr. Heinz Börger. Foto: Vera Szybalski

Zudem strebt Blüder eine engere Kooperation mit Vereinen an, etwa Musikvereinen oder der Volkshochschule. Damit sollen Synergieeffekte geschaffen werden. Ein weiteres Anliegen des Musikschulen-Leiters ist es die Außendarstellung zu verbessern. Aus dem Grund ist die Musikschule eine Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Design der Universität Münster eingegangen. Logo, Werbemaßnahmen, Homepage und Anmeldeformularen sollen dort genauer unter die Lupe genommen werden.

Als vierten Punkt nannte Blüder das Instrumentarium. Für eine Musikschule natürlich ein essenzieller Bestandteil, an diesem krankt es aber. Blüder verglich das Instrumentarium mit dem Straßennetz. „Über Jahre wurde nur das Notwendigste getan.“ Reparaturen und Neuanschaffungen stehen nun auf dem Plan.

Das Angebot der Musikschule will der Leiter zudem um die Bereiche „Alte Musik“ und „Rock/Pop/Jazz“ erweitern: „Um einerseits Traditionen zu wahren und andererseits dem heutigen Musikgeschmack gerecht zu werden.“ Außerdem soll es allen Schülern möglich sein, möglichst wohnortnah in Ensembles mitzuspielen.

Wenig Zeit erforderte die Beschlussfassung über den Haushaltsplan. Das Volumen wurde aufgrund der Beteiligung an JeKits um 60 000 Euro erhöht, das Level bleibt aber gleich. Denn das JeKits-Programm wird kostenneutral finanziert. Für die maroden Instrumente wurden 5000 Euro veranschlagt, für die Zusammenarbeit mit der Uni Münster 3000 Euro. Gute Nachrichten gibt es für die Schüler. Die Mitgliedsbeiträge sollen im kommenden Jahr nicht steigen.

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