Mi., 15.11.2017

Laumann bei der Senioren-Union Schluss mit langen Fahrten zum Notdienst

Minister Karl-Josef Laumann (5. v. r.)  sprach auf einer Versammlung der Senioren-Union im Kreis Warendorf.

Minister Karl-Josef Laumann (5. v. r.)  sprach auf einer Versammlung der Senioren-Union im Kreis Warendorf. Foto: Reinhard Baldauf

Kreis Warendorf - 

Die hausärztliche Versorgung auf dem Land liegt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann besonders am Herzen. Das erklärte der CDU-Politiker bei einer Versammlung der Senioren- Union in Sendenhorst.

Von Reinhard Baldauf

Laumann sprach sich dafür aus, Medizin-Studienplätze in Westfalen-Lippe zu schaffen werden. Auch der Apothekennotdienst auf dem Land müsse verbessert werden. Skeptisch äußerte sich Laumann allerdings zur Landarztquote: „Das ist verfassungsrechtlich schwierig.“

Der Minister ging auch auf die Tatsache ein, dass Westfalen-Lippe die meisten ausländischen Ärzte hat und fragte: „Ist das gerecht, den ärmeren Länder die Ärzte wegzunehmen?“ Eine neue medizinische Fakultät solle in Ostwestfalen-Lippe entstehen. Doch bis die dort ausgebildeten Ärzte in die Praxis gegen könnten, dauere es zehn Jahre. Außerdem müsse die Fakultät erst einmal aufgebaut werden.

Auf die Krankenhaus-Struktur ging Laumann ebenfalls ein. Nicht jedes Krankenhaus könne alles vorhalten. Die Notfallversorgung müsse aber gerade auf den Land erhalten bleiben. Apotheken sollten dort Notdienst anbieten, wo Krankenhäuser und Notfallpraxen sind. Es könne nicht sein, dass kilometerlange Fahrten notwendig werden. Nicht jeder sei mobil oder könne sich ein Taxi leisten.

Ein weiteres Thema war die Pflege. Familie und Umfeld müssten eingebunden werden, denn, so Laumann: „Was die Menschen brauchen, können die bezahlten Kräfte nicht leisten.“ Er zeigte sich überzeugt: „Sauber- und Sattsein bekommen wir schon hin.“ Er forderte eine Infrastruktur für hochbetagte Senioren. Dazu gehörten auch Tagespflege-Angebote, damit die pflegenden Angehörigen einmal ausspannen können. Laumann: „Geld dafür ist da.“

Mit Bezug auf die „Jamaika“-Gespräche sagte Laumann: „Nordrhein-Westfalen muss das Land der industriellen und gewerblichen Arbeit bleiben.“ CDU und FDP müssten bei den Gesprächen aufpassen, dass dies gesichert bleibe.

Bevor der Minister eintraf, stellten der Kreisvorsitzende der Senioren-Union, Karl-Heinz Greiwe, und Peter Schmies die geplanten Reisen für das Jahr 2018 vor.

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