Sa., 13.01.2018

SPD kritisiert Wüst Masterplan Verkehr ohne B 58n und WLE

Die Reaktivierung der WLE wird – wie andere Schienenprojekte – im Masterplan Verkehr nicht einmal erwähnt. Das kritisiert Detlef Ommen, verkehrspolitischer Sprecher der SPD.

Die Reaktivierung der WLE wird – wie andere Schienenprojekte – im Masterplan Verkehr nicht einmal erwähnt. Das kritisiert Detlef Ommen, verkehrspolitischer Sprecher der SPD. Foto: Brockamp

Kreis Warendorf - 

Im Masterplan Verkehr von Verkehrsminister Wüst ist nicht von einer B 58n zu lesen und über die Reaktivierung der WLE findet sich auch nichts. Das ärgert die SPD.

Die Ortsumgehungen Warendorf und Beelen im Rahmen der Trassenführung der B 64n sind die einzigen Maßnahmen im Kreis, die Verkehrsminister Hendrik Wüst in den Masterplan für die Umsetzung des Fernstraßenbedarfsplans übernommen hat. Herausgefallen aus der Priorisierung ist die Nordumgehung Ahlen und die geplante B 58n, für die sich der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (CDU) bei der Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans stark gemacht hatte und die den Verkehr großräumig um Vorhelm und Ahlen herumleiten sollte. Sendker begrüßt den Masterplan, dessen Priorisierung weitere Planungen nicht ausschließe. So beabsichtige der Bund die Gründung einer Bundesinfrastrukturgesellschaft, um die Landesplanungsbehörden zu entlasten. Ministeriumssprecherin Stephie Hagelüken weist die Kritik des SPD-Regionalrates wegen fehlender Aussagen zum Ausbau des Schienennetzes zurück, es handele sich ausschließlich um ein Fernstraßenprogramm.

Aus Sicht von Detlef Ommen, verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Regionalrat, ist das aber keine Entwarnung: „Die Projekte für Straße und Schiene müssen im Zusammenhang gesehen werden. Dieser Plan bedeutet eine Bankrotterklärung für die Mobilität und den ÖPNV im ländlichen Raum.“ Für die SPD sei unter anderem die Reaktivierungen der WLE von Münster über Sendenhorst nach Neubeckum ein unverzichtbarer Baustein für die Mobilität der Zukunft, unterstreicht Ommen. Grundsätzlich gefährdet sieht er die Reaktivierung der WLE aber nicht. „Im Münsterland tragen alle Fraktionen – mit Ausnahme der FDP – das Projekt mit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Minister sich dem widersetzen wird.“

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