Kreis braucht noch einmal 60 Millionen
Der erste Schritt hin zum Glasfaser-Upgrade

Kreis Warendorf / Berlin -

Der Kreis Warendorf hat gute Chancen für flächendeckendes Glasfasernetz. Für das Upgrade von der Vectoring-Technologie hin zur reinen Glasfaser braucht man allerdings erneut 60 Millionen Euro.

Freitag, 18.05.2018, 02:05 Uhr

Im Gespräch über das Glasfaser-Upgrade (v. l.): Tim Brauckmüller, Leiter des Breitbandbüros, und Reinhold Sendker.
Im Gespräch über das Glasfaser-Upgrade (v. l.): Tim Brauckmüller, Leiter des Breitbandbüros, und Reinhold Sendker.

Nun stehe fest, dass schon in diesem Jahr 1,15 Milliarden Euro als Fördermittel des Bundes für den weiteren Breitbandausbau bereit stünden, teilt der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (CDU) mit. „Das war lange Zeit unklar“, ergänzt Sendker, der im zuständigen Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur Obmann seiner Fraktion ist. Er sieht dies als ersten wichtigen Schritt, um Kommunen und Landkreisen die Möglichkeit zum Glasfaser-Upgrade einräumen zu können.

Glasfaser-Upgrade

Der Kreis Warendorf und seine Kommunen erhielten 2017 zwei Förderbescheide mit der jeweiligen Förderhöchstsumme von 15 Millionen Euro, also insgesamt 30 Millionen Euro vom Bund. Diese Fördersumme wird ergänzt durch eine Ko-Finanzierung durch Land und Kommunen in Höhe von noch einmal 30 Millionen Euro. Um aber die Option zu einem flächendeckenden Glasfaserausbau zu schaffen, rechnen Experten mit einem weiteren Finanzbedarf in Höhe von 60 Millionen Euro

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Auch der Kreis Warendorf beabsichtigt das. Dazu müsse die Förderhöchstsumme für jedes Projekt angehoben werden, um die Option zum Glasfaser-Upgrade zu schaffen. Das sei nun durch Kabinettsbeschluss erfolgt.

Als zweiten Schritt benennt Sendker die Vorbereitung und Durchführung eines Förderverfahrens. Hier sei das Bundesverkehrsministerium zuständig. Wichtige Einzelfragen erörterte er heute in einem intensiven Dialog mit Tim Brauckmüller, dem Leiter des Breitbandbüros, das im Auftrag des Bundesministeriums arbeite. Derzeit befinde man sich in der Phase der Festlegung von Förderrichtlinien, parallel dazu erfolge die Abstimmung mit den Bundesländern. Ob am Ende Technik-Upgrade und Nachfinanzierung erfolgen werden, könnte vom jeweiligen Verfahrensstand einer bereits laufenden Ausschreibung vor Ort abhängen. Die Chancen des Kreises Warendorf stuft Sendker als gut ein – da man noch nicht ausgeschrieben habe und das Verfahren daher offen sei.

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