Fr., 30.07.2010

Ahlen „Dreier“ und „Einer“ fürs neue Hallenbad beschlossene Sache

Es steht Modell: In Sennestadt gibt es Drei-Meter-Turm und Ein-Meter-Brett. Das neue Hallenbad kriegt auch beides. Foto: BBF
Von Jörg Pastoor

Ahlen - Das neue Hallenbad im „Berliner Park“ wird einen Drei-Meter-Turm und ein Ein-Meter-Sprungbrett haben. Stadtwerke-Geschäftsführer Hans Jürgen Tröger bestätigte das der „AZ“ auf Anfrage. Nachdem noch im Frühjahr auch im Sport- und Freizeitausschuss teils kontrovers darüber diskutiert worden war, ob die Mehrkosten von etwa 120 000 Euro sein müssen, waren Turm wie Brett bereits Gegenstand der europaweiten Ausschreibung. Die ist jetzt gelaufen. Im Oktober wird der Bäderaufsichtsrat entscheiden, wer den Zuschlag erhält.

„In der letzten Sitzung des Sportausschusses war die Frage ja noch offen“, erinnert sich Tröger. Während die einen meinten, aus Geldgründen seien „Dreier“ und „Einer“ Luxus, beharrten andere darauf, gerade diesen müsse man sich mit Blick in die Zukunft noch leisten - später sei es zu spät.

„Zwischenzeitlich hatten sich außerdem die Schulen an den Bürgermeister gewandt und beides gefordert.“ Da waren sie sich mit den Vereinen einig. Also habe der Aufsichtsrat beschlossen, die Einrichtungen mit in die Ausschreibung einzubeziehen.

Die Frist für die Bewerbung um den Bau des etwa sieben Millionen Euro teuren Hallenbades ist jetzt abgelaufen. „Noch haben wir nicht alle Angebote komplett vorliegen. Aber der Aufsichtsrat wird Anfang Oktober in seiner Sitzung die Entscheidung treffen können.“ Davon geht Hans Jürgen Tröger aus.

Sicher ist auch, dass das „Finnische Saunadorf“ und das Blockheizkraftwerk erhalten bleiben. „Alles zwischendrin wird abgerissen“, womit Tröger das ehemalige Hallenbad, das heutige, veraltete Spaßbad meint.

Beginnen wird der Abbruch des Freizeitbades wohl Anfang, Mitte kommenden Jahres. „Bei dem formellen Vorlauf ist das alles nicht in zwei, drei Monaten zu machen.“ In etwa zwei Jahren eröffnet das neue Hallenbad. Dessen Gestaltung ist noch offen. Klar nur: „Sennestadt ist nicht eins zu eins übertragbar.“ Dort hatten Aufsichtsrat und Geschäftsführung sich im Februar vor Ort umgeschaut. Die Architekten, die das Bad in Bielefeld gebaut hatten, gehören allerdings zu den Bewerbern. Über den Zuschlag muss wie beschrieben der Aufsichtsrat entscheiden. Tröger: „Es ist Aufgabe des Architekten, sich einfallen zu lassen, wie man Saunadorf und Heizkraftwerk schön integriert.“

Bekanntlich hatte es ja eigentlich einen erneuten Umbau im „Berliner Park“ geben sollen. Ein Statik-Prüfbericht beendete allerdings diese Pläne: Das Tragwerk des Freizeitbades ist ausgereizt. Daher zog Tröger damals die Notbremse, musste der Aufsichtsrat sich neu sortieren. Letzte Hürde war dann die Frage, ob das Bad im Park bleiben oder mit dem Freibad zusammengelegt werden könnte. Letztlich aus wirtschaftlichen Überlegungen kam dann die Empfehlung, weiter zwei unterschiedliche Badbetriebe beizubehalten.

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