Mi., 10.11.2010

Ahlen Tipps vom Hunde-Berater: Ein Team auf sechs Pfoten

Ahlen - „Hausbesuch“ in der Stadthalle : Holger Schüler kam Dienstagabend auch zu den Ahlener Hundebesitzern und nahm sie mit auf eine Reise durch die Gedankenwelt der Vierbeiner. Angesprochen durften sich alle fühlen, die Probleme mit ihrem Hund haben. Der Hunde-Erziehungsberater schilderte humorvoll Fälle aus seinem Beratungsalltag und zeigte auf, dass das Zusammenleben mit einem Hund gar nicht so kompliziert ist, wie es sich vielen Hundebesitzern darstellt.

„Hundeerziehung ist gar nicht so schwer, man muss nur verstehen, warum macht das der Hund“, war die Quintessenz des Vortrags „Menschen an der Leine“, der mit viel Witz und Mimik gespickt war. Schnell wurde deutlich, dass der Hundebesitzer im Verhältnis zwischen Mensch und Hund das Zepter in der Hand behalten muss. Das allerdings soll nicht militärisch geschehen, sondern sowohl Zwei- als auch Vierbeiner sollen Spaß an der Beziehung haben.

Dass viele Hundebesitzer sich schwer tun, sich in die Lage ihres Hundes zu versetzen, zeigte Holger Schüler auf, als er aus dem Publikum Melanie Adrian auf die Bühne bat, ihr ein Halsband umlegte und sie wie einen Hund behandelte. Dabei zerrte Schüler sie an der Leine über die Bühne

„Der Hund macht das, was wir ihm signalisieren“, nannte Holger Schüler eine der Grundregeln. Das müsse auch dem Hund klar werden. Es sei einfach unlogisch, dem Hund zu sagen, er solle kommen, aber gleichzeitig selbst auf ihn zuzugehen. Eine weitere Regel: Kein Wesen ist so bedingungslos bereit zu folgen, wie ein Hund. Er habe es verdient, dass der Mensch seinen Teil der Abmachungen einhält.

Insgesamt sind sechs Punkte für das „Team auf sechs Pfoten “ entscheidend: Bindung, Konsequenz, Aufmerksamkeit, Kommunikation, Aktion-Reaktion und Spaß. Dabei werde die Motivation des Hundes, etwas zu lernen, über Futter oder Spielen erzeugt. Am praktischen Beispiel führte Holger Schüler das mit seinen Hunden vor: Siska, eine Berner Senn-Hünding, und Falk, ein Chesapeake Bay Retriever, lösten im Publikum eine große Zuneigungswelle aus. Holger Schüler warnte aber gleichzeitig davor, den Hund mit Leckereien als Lob zu überfüttern. Alles müsse dosiert stattfinden. Er riet den Zuschauern, viel mit Mimik und Körpersprache zu arbeiten. Und gab ihnen mit auf den Weg: „Haben Sie Spaß mit ihrem Hund. Freuen Sie sich, wenn er mit ihnen rumtobt!“

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