Fäulnis bedroht Heimatmuseum
Mo., 30.01.2012
Sanierung der Süd-West-Seite dringend nötig / Heute Thema im Kulturausschuss
Beim Heimatmuseum handelt es sich um ein Vierständerhaus aus dem 17. Jahrhundert, ein Zeugnis der münsterländischen Ackerbürgerkultur.
Ahlen -
Noch liegt ein Sperrvermerk auf den Investitionsmitteln zur Sanierung des Heimatmuseums. Der Schul- und Kulturausschuss berät jedoch in seiner heutigen Sitzung darüber, ob dieser aufgehoben wird, um die Außenhülle des Gebäudes an der Wilhelmstraße kurzfristig zu renovieren. Ein entsprechender Beschlussvorschlag wurde von der Verwaltung vorgelegt.
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Schon seit längerer Zeit waren den Mitarbeitern der Stadt undichte Stellen unter dem Dach aufgefallen. Ein Gutachten des Architekturbüros Lembken bestätigte inzwischen den Sanierungsbedarf am Heimatmuseum: Das Eindringen von Feuchtigkeit hat bereits zu einem Fäulnisprozess der Holzunterkonstruktion geführt. Die in dem Gutachten dargestellte Sanierung ist demnach dringend notwendig für den Erhalt und die Sicherung des ehemaligen Hofes Peter, denn jetzt ist es noch früh genug.
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Vierständerhaus aus dem 17. Jahrhundert, ein Zeugnis der münsterländischen Ackerbürgerkultur. Vor diesem Hintergrund wurde bereits im Vorjahr ein Förderantrag bei der Bezirksregierung Münster gestellt.
Die Arbeiten zielen neben dem Dach vornehmlich auf die Außenfassade und würden den Ausstellungsbereich im Inneren somit nicht berühren. „Sie könnten unabhängig von einer künftigen Nutzung, beziehungsweise einem geänderten Museumskonzept kurzfristig durchgeführt werden“, heißt es in der aktuellen Beschlussvorlage. An solch einem neuen Konzept arbeitete zuletzt Stadthistorikerin Dr. Silke Eilers, die jedoch – wie berichtet – im Februar eine neue Stelle beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe antritt.
Gibt die Politik „grünes Licht“, rücken dem Museum zwischen August und Oktober dieses Jahres die Bauarbeiter zu Leibe. Nach ersten Schätzungen würde die Dachsanierung 75 000 Euro kosten. Hinzu kämen 10 000 Euro für die Fugenerneuerung, 7000 Euro für den Anstrich des Fachwerks und 5000 Euro für die Gerüststellung. Die geschätzten Gesamtauszahlungen beliefen sich auf rund 215 000 Euro. Im Rahmen des Denkmalförderprogramms hat die Bezirksregierung Münster bereits 145 000 Euro als zuwendungsfähig anerkannt.
Weitere Renovierungsmaßnahmen, die sich dann den Innenräumen des Heimathauses annehmen, sollen erst im Jahr 2013 – nach gesonderter Prüfung – erfolgen.